Der Multichannel-Sporthändler 21sportsgroup hat sein neues Logistikzentrum im baden-württembergischen Ketsch in Betrieb genommen. Dort sollen auf 30.000m² schrittweise alle Logistikaufgaben der Gruppe (21run, Planet Sports, Vaola) gebündelt werden. Gleichzeitig wird auch der Firmensitz nach Ketsch verlagert, der Umzug aus Mannheim ist nahezu abgeschlossen.

Der Verwaltungsstandort München bleibt aber erhalten, z. B. für Marketing. Ab Ende 2019 soll die Logistik der gesamten Gruppe von Ketsch aus bedient werden. Die Kunden von 21run werden ab sofort von Ketsch aus beliefert. Im späteren Vollausbau soll das neue Logistikzentrum eine Kapazität von mehr als 17 Millionen Paketen jährlich haben. Geschäftsführer Henner Schwarz nennt weitere aufschlussreiche Zahlen und Fakten.


TextilWirtschaft: Herr Schwarz, wie viele Produkte sind in Ketsch bereits gelagert?
Henner Schwarz: Etwa 400.000 Produkte von 21run.


Wie viele Produkte werden es im Vollausbau sein?
Ab 2019 werden es für die gesamte Gruppe mehr als 1 Million Produkte sein.


Von welcher Verkürzung der Lieferzeiten gehen Sie für die Zukunft aus?
Der Cut-off, also der spätestmögliche Zeitpunkt für den Auftragseingang, wird sich um bis zu vier Stunden nach hinten verschieben für Zustellungen am nächsten Tag. Das wird u.a. durch die Nähe zum DHL-Hub in Speyer ermöglicht.


Wie stellt sich die Gruppe auf Same Day Delivery ein? Lässt sich das mit einem zentralen Logistiklager realisieren?
Von Ketsch aus ist Same Day Delivery in weiten Teilen Deutschlands möglich, aber nicht flächendeckend. Unsere Stores in ganz Deutschland sind ein weiterer wichtiger Baustein.


Nutzen Sie die große Logistikkapazität nur für sich?
Nein, auch für komplementäre Drittsortimente.


Sie sprechen davon, dass Ketsch ein wichtiges Fundament für das weiteres Wachstum ist. Das heißt konkret?
Wir planen weiteres Wachstum in unseren Kerngeschäftsfeldern Planet Sports und 21run. Darüber hinaus werden auch verschiedene Akquisitionsmöglichkeiten geprüft.
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