Der Boardsport-Filialist Blue Tomato baut sein Exklusivmarken-Portfolio aus. Unter dem Label Kazane gibt es Streetwear für Frauen und für Männer - Shorts, Kleider, T-Shirts und Hoodies, die alle in Europa produziert wurden. Damit zielt Blue Tomato offenbar auf die Fans des mittlerweile eingestellten Labels Naketano: Wer im Online-Shop von Blue Tomato nach Naketano sucht, bekommt auch die neuen Kazane-Styles angezeigt. Gemeinsam mit dem Mutterkonzern Zumiez vertreibt Blue Tomato bisher 13 Eigenmarken. Anders als diese soll sich Kazane "als eigenständige Marke am Markt positionieren", wie das Unternehmen mitteilt. Daher gibt es für Kazane auch eine eigene Homepage und eigene Social Media-Kanäle.

Im Angebot des Filialsten mit Sitz im österreichischen Schladming sind mehr als 450.000 Produkte von über 500 Marken. Neben Boardsport-Labels zählen auch Namen wie Adidas Originals, Fila, Champion und Ellesse zum Sortiment. „Die Hauptsache ist, dass die Labels genau wie die Sportarten, die wir repräsentieren, ausdrucksstark sind und zu einem selbstbewussten Auftreten passen“, entgegnet Ellis Kritikern, die am liebsten nur Boardsport-Marken bei Blue Tomato sehen würden.
Die Strategie des Boardsport-Filialisten
„Wir wollen zum globalen Marktführer in unserer Nische werden“, kündigt Blue Tomato-CEO Adam Ellis an. Wie er das schaffen will? Jetzt im E-Paper lesen
Blue Tomato gehört mit einem Umsatz von 80 Mio. Euro (2017) zu den größten Online-Händlern im Bereich Snowboard, Freeski, Skateboard, Surf und Streetstyle. Zuletzt wurde auch die Präsenz im stationären Handel stark ausgebaut. Heute hat Blue Tomato mehr als 40 Filialen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden.
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Die Nachricht über das bevorstehende Aus von Naketano sorgt in der Branche für heftige Diskussionen. Im Handel herrscht zum Teil großes Unverständnis über die Entscheidung. Für viele Unternehmen ist Naketano ein wichtiger Lieferant, der für hohe Margen steht. Wie reagieren die Händler? Die TextilWirtschaft hat sich umgehört.