Die früheren Pro Sieben- und Premiere-Manager Georg Kofler und Michael Börnicke sowie Holger Hansen sind bei dem Multichannel-Sporthändler 21sportsgroup eingestiegen.

Nach Recherchen der TextilWirtschaft sind Kofler, Börnicke und Hansen über Tochtergesellschaften mittlerweile mit insgesamt knapp 40% an 21sportsgroup (21run, Planet Sports, Vaola) beteiligt. Mit einer Beteiligung von 19,4% ist der Cipio Partners Fund VI der nächstgrößere Gesellschafter, die übrigen Anteile sind in Streubesitz.

„Die neuen Gesellschafter eröffnen uns einen äußerst wertvollen Zugriff auf Know-how und Reichweite ausgewiesener internationaler Medienprofis und Social-Media-Ex­perten“, erklärt Henner Schwarz, Geschäftsführer der 21sportsgroup, auf TW-Anfrage. „Für unser weiteres Wachstum ist dies ein entscheidender Wettbewerbs­vorteil.“



Firmengründer Jörg Mayer wechselte 2016 von der operativen Geschäftsführung in den Beiratsvorsitz, Mitte 2017 erfolgte die Staffelübergabe an das Management-Team. Seine im Familyoffice JM Beteiligungs GmbH gehaltenen Anteile am Unternehmen, das seinen Angaben zufolge über 130 Mio. Euro Umsatz macht, hat Mayer im März vollständig an ein nicht näher benanntes „Konsortium aus namhaften Investoren“ verkauft. Wie die 21sportsgroup jetzt bestätigte, besteht diese Gruppe aus drei Gesellschaften: Dacapo mit Sitz in Luxemburg ist eine mittelbare Tochtergesellschaft von Georg Kofler, die Hoha Holding mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft von Holger Hansen und die Börnicke Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in München ist eine Tochtergesellschaft von Michael Börnicke.

Die drei Unternehmer sind bereits anderweitig miteinander verbunden: Alle drei sind auch Organe und Gesellschafter der The Social Chain Group, einer Unternehmensgruppe, die unter anderem in den Bereichen Social Media, Social Media Marketing und Social Commerce sowie der Veranstaltung von Conventions und dem Influencer Marketing tätig ist. Ob die Anteile der drei Gesellschafter in deren gemeinsame Firma The Social Chain Group überführt werden, ist offen.

Die drei neuen Gesellschafter haben im September 2017 in kleinerem Umfang Anteile an 21sportsgroup gezeichnet. Mittlerweile haben sie, wie ein Sprecher von 21sportsgroup bestätigt, nicht nur die mittelbar gehaltenen Anteile des Unternehmensgründers Jörg Mayer vollständig übernommen, sondern auch weitere Anteile verschiedener Altgesellschafter. Weiterhin haben Dacapo und Hoha an einer Barkapitalerhöhung teilgenommen. An dieser haben sich, so der Sprecher weiter, auch andere relevante Altgesellschafter im Rahmen der jüngsten Finanzierungsrunde aktiv beteiligt und stärkten damit den weiteren Wachstumskurs des Unternehmens. Diese Finanzierungsrunde wurde gerade abgeschlossen und hatte einen Umfang in zweistelliger Millionenhöhe.

21sportsgroup hat gerade den Firmensitz von Mannheim nach Ketsch verlagert, wo ein neues  Logistikzentrum in Betrieb genommen wurde. Dieses soll im späteren Vollausbau eine Kapazität von mehr als 17 Millionen Paketen jährlich haben. Neben weiterem Wachstum in den  Kerngeschäftsfeldern Planet Sports und 21run würden auch verschiedene Akquisitionsmöglichkeiten geprüft, erklärte Firmenchef Schwarz erst vergangene Woche.

Michael Börnicke ist in der Modebranche vor allem als ehemaliger Escada-CFO bekannt. Danach war er unter anderem Gesellschafter und Berater bei der Personal-Styling-Plattform Kisura, die im April von Karstadt Warenhaus übernommen wurde.
Lesen Sie dazu auch
Nachgefragt bei CEO Henner Schwarz

21sportsgroup: Das neue Logistikzentrum in Zahlen

Das neue Logistikzentrum von 21sportsgroup in Ketsch
Sportplattform mit neuer Führung

Henner Schwarz führt 21sportsgroup

Henner Schwarz, 21Sportsgroup
E-Commerce

21sportsgroup erhält Millionen-Finanzspritze

Der Mannheimer Multichannel-Händler 21sportsgroup bekommt 13 Mill. Euro frisches Kapital. Das Geld soll hauptsächlich in die europäische Expansion und das neue Logistikzentrum fließen.

Unternehmen

21Sportsgroup baut neues Logstikzentrum

Logistikzentrum Ketsch
Unternehmen

21sportsgroup erhält erneut Private Equity-Kapital

Die Mannheimer 21sportsgroup hat von ESO Capital 15 Mill. Euro erhalten. Mithilfe des Beteiligungskapitals durch die Investment Gesellschaft mit Büros in London und Zürich solle die Wachstums-Strategie sowohl organisch als auch über Zukäufe vorangebracht werden, teilt 21sportsgroup mit.