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Neue Lizenzpartnerschaft

Reebok: ABG vergibt China-Geschäft an Tristate

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Reebok gehört seit 2021 der Authentic Brands Group, die das China-Geschäft der Sportmarke jetzt an Tristate vergeben hat.
Reebok gehört seit 2021 der Authentic Brands Group, die das China-Geschäft der Sportmarke jetzt an Tristate vergeben hat.

Der Hongkonger Modehersteller Tristate wird Betreiber und Lizenznehmer von Reebok in China, Hongkong, Macau und Taiwan. Das sieht ein Lizenzvertrag vor, den das börsennotierte Unternehmen jetzt mit dem neuen Reebok-Eigner Authentic Brands Group (ABG) geschlossen hat.

Demnach übernimmt Tristate sowohl das stationäre als auch das Wholesale- und Online-Geschäft der ehemalige Adidas-Tochter in den vier asiatischen Märkten. Die Lizenz umfasst laut AGB Reebok-Schuhe für Herren, Damen und Kinder sowie Sportswear, Outerwear und Activewear der Marke für Herren, Damen und Kinder.


Tristate betreibt bereits die AGB-Labels Nautica und Spyder. "Reebok ist eine sehr gefragte Marke mit einer unglaublichen Tradition und Stärke. Wir freuen uns darauf, bei Reebok unsere über 35-jährige Erfahrung im Management von Premiummarken in der Region einbringen zu können", sagt Tristate-Gründer und Chairman Peter Wang.


ABG-Gründer und Chairman Jamie Salter gibt das Kompliment zurück: "Das Gewinnen eines kompetenten Partners in der Region war ein strategischer Schwerpunkt, um die Position der Marke in diesem wichtigen Markt zu festigen." ABG habe in den vergangenen Jahren eine vertrauensvolle Beziehung zu Tristate aufgebaut. "Wir freuen uns nun, diesen gemeinsamen Erfolg fortsetzen zu können."

Der Vertrag tritt in Kraft, sobald ABG die Übernahme von Reebok abgeschlossen hat. Diese soll noch im ersten Quartal dieses Jahres über die Bühne gehen. Das gilt auch für das Indiengeschäft von Reebok, das ABG Mitte Dezember in Lizenz an den einheimischen Modehersteller Aditya Birla Fashion and Retail (ABFRL) vergeben hat. Dieser betreibt demnächst die Marken-Stores, die Online-Shops und den Wholesale von Reebok in Indien, Bangladesch, Bhutan und Nepal sowie auf den den Malediven und auf Sri Lanka.


Das US-amerikanische Brand-Management-Unternehmen ABG hatte Reebook im vergangenen Jahr für rund 2,1 Mrd. Euro von Adidas gekauft. Das war der bislang größte Deal der Markenspezialisten, die rund 30 Marken betreiben. Dem Vernehmen nach ist geplant, die globale Präsenz von Reebok im Einzelhandel, Großhandel und E-Commerce stark auszubauen.

In diesem Sinne unterzeichnete ABG Ende Dezember eine strategische Partnerschaft mit dem britischen Sportswear- und Sneaker-Filialisten JD Sports Fashion, um die Expansion der Marke Reebok unter dem Dach der JD Group voranzutreiben. Der Multichannel-Retailer führt im Rahmen der langfristigen Vereinbarung Bekleidung und Schuhe von Reebok für Männer, Frauen und Kinder in mehr als 2850 der firmeneigenen Stores und in den Online-Shops der JD Group.
Über die Authentic Brands Group
Das ABG-Portfolio generiert Unternehmensangaben zufolge einen jährlichen Einzelhandelsumsatz von mehr als 10 Mrd. US-Dollar (8,5 Mrd. Euro) und umfasst Namen von Stars wie Shaquille O'Neal, Marilyn Monroe, Elvis Presley, Muhammad Ali und Thalia; Mode-Marken und -Retailer wie Airwalk, Adrienne Vittadini, Barneys New York, Eddie Bauer, Frederick’s of Hollywood, Herve Leger, Hickey Freeman, Jones New York, Judith Leiber, Juicy Couture, Nine West, Prince Sports, Reebok, Spyder, Tapout, Thomasville, Tretorn, Vision Street Wear und Volcom sowie die Markenrechte an der Sportzeitschrift Sports Illustrated.
Die Vereinbarung deckt alle Retail-Konzepte der JD Group in Nordamerika und Europa ab, einschließlich JD, Finish Line, DTLR, Shoe Palace, Size?, Sprinter und Sport Zone. Die Produkte werden von der Reebok Design Group (RDG) bezogen. Diese ist das globale Brand Hub für Design, Entwicklung und Innovation sowie Lieferant der Kernprodukt-Kategorien für Partner in der ganzen Welt.

Der neue Reebok-Lizenzpartner Tristate beschäftigt über 9000 Mitarbeiter in zwölf Ländern und hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2021 um fast 38% auf 1,23 Mrd. Hongkong-Dollar (139,5 Mio. Euro) gesteigert. Der Verlust sank um rund 77% auf rund 31 Mio. Hongkong-Dollar. Das Markenportfolio umfasst neben Nautica und Spyder das Männermode-Label C.P. Company und die Pariser Marke Cissonne.
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Adidas hatte Reebok im Jahr 2006 für etwa 3,8 Mrd. Dollar übernommen, wurde aber nie wirklich glücklich mit der neuen Tochter aus Boston/Massachusetts. Damals umfasste die Übernahme auch die Marken Rockport, CCM Hockey und Greg Norman, die später für einen Gesamtbetrag von 400 Mio. Euro veräußert wurden.

2016 leitete Reebok einen Turnaround-Plan namens "Muscle Up" ein. Anfang 2021 fällte Adidas die endgültige Entscheidung, sich von Reebok zu trennen, um sich auf die Kernmarke zu konzentrieren.

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