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Neue Partnerschaft

Darum eröffnet Schuhhändler Schnabel einen Schöffel-Lowa-Store

Schnabel
Cornelius und Claudia Schnabel haben in ihrer Heimatstadt Lüneburg einen Schöffel-Lowa-Store eröffnet.
Cornelius und Claudia Schnabel haben in ihrer Heimatstadt Lüneburg einen Schöffel-Lowa-Store eröffnet.

Schöffel-Lowa ist auf Expansionskurs. Einer der neuen Franchise-Partner des Outdoor-Spezialisten ist Cornelius Schnabel, der in Lüneburg das Schuhhaus Schnabel führt. "Wandern ist ein Mega-Trend", ist er überzeugt. Und glaubt, dafür die richtigen Partner gefunden zu haben. 

Die Idee war nicht ganz neu. Schon vor sieben Jahren hat der Lüneburger Schuhhändler Cornelius Schnabel mit dem Gedanken gespielt, einen Schöffel-Lowa-Store in seiner Heimatstadt zu eröffnen. Damals scheiterte es an einer passenden Immobilie. Als nun aber die Fläche neben dem Gabor-Store, den Schnabel ebenfalls führt, frei wurde, war die Sache für ihn und seine Frau Claudia schnell klar. "In dieser Lage konnten wir uns das gut vorstellen." Sie nahmen Kontakt auf mit Schöffel-Lowa auf und stellten schnell fest: Das passt. Im März eröffnete der neue Store mit 130m² Verkaufsfläche für Schöffel-Bekleidung und Lowa-Schuhe. Echtholz-Parkett und Wanderschuh-Testrampe inklusive. Eine alte Backsteinwand aus Bruchstein, die vor den Umbauarbeiten nicht sichtbar war wurde freigelegt und in das Gesamtbild des Innenraums eingefügt.


Schnabel betreibt in Lüneburg das Schuhhaus Schnabel in dritter Generation. "Wandern in Deutschland – das ist ein Megatrend", ist Schnabel überzeugt, den es gemeinsam mit seiner Frau selbst im Urlaub immer wieder in die Berge zieht. Das Thema Trekking spielt im Haupthaus eine wichtige Rolle, neben Lowa sind alle großen Anbieter wie Meindl, Salomon, Salewa und Scarpa vertreten. Mit dem neuen Store fällt für Schnabel der Startschuss mit Bekleidung. Dass Schöffel sein Sortiment um Bike erweitert hat, passe dabei perfekt. "Das wird bei uns auch ein Thema werden."

Aufbau vielversprechender Partnerschaft

Schnabel hofft auf eine stabile und vertrauensvolle Partnerschaft, wie sie sein Unternehmen seit vielen Jahren mit Gabor pflegt. "Da habe ich bei Schöffel und bei Lowa ein sehr gutes Gefühl, Peter Schöffel und Werner Riethmann haben wir schon persönlich kennengelernt." Peter Schöffel ist geschäftsführender Gesellschafter von Schöffel Sportbekleidung, Werner Riethmann geschäftsführender Gesellschafter bei Lowa. Beide sind darüber hinaus gemeinsam mit Ralf Seufert Geschäftsführer der Schöffel-Lowa GmbH.
Schöffel-Lowa ist ein Joint Venture der beiden selbstständig agierenden Outdoor-Spezialisten Schöffel und Lowa, die je zu 50% am Unternehmen beteiligt sind. Der Großteil der insgesamt 39 Stores und Shops wird von Franchise-Partnern geführt.

Neben dem neuen Franchise-Store in Lüneburg kam gerade eine Fläche im neuen Intersport Grabert in Heilbronn dazu. Außerdem hat Schöffel-Lowa in Regensburg seinen Store mit 170 m² Verkaufsfläche zunächst in Eigenregie neu eröffnet. Doch auch für diesen Standort, der demnächst sein zehnjähriges Bestehen feiert, soll wieder ein Unternehmer aus der Region als Franchise-Nehmer gewonnen werden.

"Wir haben uns bewusst für eine Zusammenarbeit mit deutschen Anbietern entschieden", so Schnabel. "Das garantiert Nachhaltigkeit, Qualität und kurze Lieferketten." Ein Partner, der seine Kollektionen auf den deutschen Markt ausrichtet, das ist nach Meinung von Cornelius Schnabel Gold wert.

Waldläufer und Schöffel-Lowa statt Ecco und Mephisto

Das Store-Portfolio vom Schuhhaus Schnabel hat sich in den vergangenen zwei Jahren verändert. Im März 2020 lief der Mietvertrag für den Ecco-Store aus, den Schnabel bis dato betrieben hatte und nicht verlängerte. "Der Fokus der Dänen liegt mittlerweile eher auf dem eigenen Retail", erklärt Schnabel. Im Herbst 2020 ist dann nach fünf Jahren der Mietvertrag für den Mephisto-Store auf Sylt ausgelaufen. "Für unser Unternehmen ist Sylt ein schwieriges Pflaster, allein schon aufgrund der Distanz und der kurzen Saison." Mittlerweile gibt es auch den Mephisto-Store in Lüneburg nicht mehr, hier betreibt Schnabel jetzt einen Store des österreichischen Komfortschuh-Anbieters Waldläufer. "Den ersten Store in Deutschland überhaupt", betont Schnabel, der von einem "Riesensprung" spricht, den die Marke gemacht habe.

Starkes Online-Standbein

Nach einem teilweise sehr starken Jahr 2021 mit einem sensationellen Oktober und November sei 2022 wieder schwieriger. "Der März war im Vergleich zum Vorjahr super, aber in Summe ist das Geschäft wieder deutlich schwächer. Vor allem ist auch online stark eingebrochen, um bis zu 50%", berichtet Schnabel, der seit vielen Jahren schon ein starkes Online-Business betreibt. Das habe zum einen wahrscheinlich mit der teilweise schlechten Warenverfügbarkeit zu tun - gerade im Trekking-Bereich. "Zum anderen halten die Leute wohl ihr Geld zusammen."


2021 lag der Online-Anteil in seinem Unternehmen bei 60%. Das Geschäft sei profitabel. "Aber natürlich darf man nicht von der normalen Kalkulation ausgehen. Wir haben online immer als Zusatzgeschäft gesehen. Und als Zusatzgeschäft macht es über eine Deckungsbeitragsrechnung für uns Sinn. Und wir haben gelernt. Zum Beispiel, dass wir gewisse Warengruppen nicht mehr übers Netz verkaufen." Zum Beispiel Hochzeitspumps. "Da kommen von zehn bestellten zehn zurück." Oder den Langschaftstiefel. "Extrem schwer, ohne Anprobe die richtige Schaftweite zu finden." Doch er braucht das Online-Business, um stationär überhaupt noch so ein breites Sortiment anbieten zu können, ist Schnabel überzeugt. "Zu einem guten stationären Geschäft gehört heute eine gutes Online-Geschäft."


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