Der finnische Sportartikelhersteller Amer Sports will weiter wachsen und überprüft sein Markenportfolio in Bezug auf Performance, Rentabilität und Anlageneffizienz. Diese neue Strategie hat das in Helsinki ansässige Unternehmen jetzt angekündigt. Kritisch werden könnte es für den der Laufradanbieter Mavic.

"Das Unternehmensprofil wird zunehmend attraktiver. Vor allem Softgoods, B2C und das China-Geschäft tragen durch ihr Wachstum signifikant zu unserem Wert bei“, sagt Heikki Takala, Präsident und CEO. Zwar sehe er sich in der bisherigen Strategie bestätigt, wolle jedoch zusätzlich eine "Portfoliotransformation" mit Fokus auf eine höhere Profitabilität vorantreiben. „Mavic werden wir einer strategischen Prüfung unterziehen“, betont Takala. Aktuell trägt das französische Unternehmen Mavic 3,5% zum Konzernumsatz bei.



Auch die weitere Integration der im Juni dieses Jahres übernommenen Sport- und Casualwear-Marke Peak Performance steht laut Mitteilung weit oben auf der Agenda.

Zu Amer Sports gehören die Marken Salomon, Wilson, Atomic, Peak Performance, Arc'teryx, Precor, Suunto und Mavic. Das börsennotierte Unternehmen bietet Sportgeräte, Schuhe und Bekleidung an und erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatz von 1,11 Mrd. Euro. Für das gesamte Geschäftsjahr wird ein währungsneutrales Wachstum des Nettoumsatzes im mittleren einstelligen Bereich prognostiziert.
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