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Neuer Rücknahme-Service, neuer Material-Partner

Adidas macht zwei Schritte Richtung Kreislaufwirtschaft

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Mit Adidas gewinnt ThredUp einen wichtigen neuen Partner.
Mit Adidas gewinnt ThredUp einen wichtigen neuen Partner.

Adidas hat in Nordamerika ein Pilot-Programm zur Rücknahme von gebrauchten Bekleidungsstücken und Schuhen gestartet: Choose to Give Back. Dafür kooperiert der Konzern mit der US-Wiederverkaufsplattform ThredUp. Einen neuen Partner gibt es auch für die Entwicklung biobasierter Materialien.

Zunächst wird das Rücknahme-Programm in der Creators Club-App von Adidas eingeführt, soll aber schon Anfang 2022 online und in den Stores ausgeweitet werden. Kunden können über die App ein Versandetikett für das so genannte Clean Out Kit erstellen und damit Bekleidung und Accessoires aller Marken und Kategorien einsenden, einschließlich gebrauchter Sportartikel. Dafür werden den Mitglieder Bonuspunkte gutgeschrieben. Wenn ein Artikel nicht für den Weiterverkauf geeignet ist, wird er an das ThredUp-Netzwerk von Textil-Recyclern weitergeleitet.


"Kleinere Piloten zur Rücknahme von Produkten wurden in mehreren Ländern getestet. Diese Erfahrungen sind in das Projekt in Nordamerika eingeflossen", erklärt Katja Schreiber, SVP Sustainability. Warum Nordamerika? "Das ist unser größter Onlinemarkt."
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"Kleinere Piloten zur Rücknahme von Produkten wurden in mehreren Ländern getestet. Diese Erfahrungen sind in das Projekt in Nordamerika eingeflossen", erklärt Katja Schreiber, SVP Sustainability. Warum Nordamerika? "Das ist unser größter Onlinemarkt."


Die Online-Plattform ThredUp wurde 2009 von James Reinhart, Chris Homer und Oliver Lubin im kalifornischen Oakland gegründet. 2020 hat ThredUp rund eine Million Clean Out-Kits verschickt. Neben dem Aufbau seiner eigenen Plattform kooperiert ThredUp auch mit Unternehmen wie Walmart, Gap Inc und dem zu J. Crew gehörenden Jeanswear-Label Madewell – und nun auch mit Adidas.

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Ebenfalls neu ist die strategische Partnerschaft mit dem dänischen Start-up Pond. Beide Unternehmen arbeiten gemeinsam an der Entwicklung eines High-Performance-Materials auf Basis von Pflanzenabfällen.
Pond hat in den vergangenen acht Jahren an einem vollständig recycelbaren und mehrfach wiederverwendbaren Material namens Pond Cycle gearbeitet. Sollte etwas von diesem Material in Form von Mikropartikeln in die Umwelt gelangen, habe es das Potenzial, sich biologisch abzubauen.

„Diese Technologie bietet die Möglichkeit, vollständig biobasiert und frei von fossilen Stoffen zu sein und gleichzeitig die Leistung der Produkte zu verbessern“, sagt Thomas Brorsen, CEO von Pond. Bisher arbeitet Pond an Anwendungsentwicklungen in verschiedenen Branchen wie Automobil, Verpackung, Möbel, Haushaltswaren und Bauwesen. Die Partnerschaft mit Adidas sichere dem Unternehmen nun einen starken Entwicklungspartner in der Schuh- und Bekleidungsindustrie.

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