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Rund zwei Dutzend Neueröffnungen und Umbauten geplant

Sporthändler Hervis profitiert vom Bike-Boom und expandiert

Johannes Brunnbauer
Um 25% konnte Hervis im Bike-Segment zuletzt zulegen. Hier ein Blick in die Filiale im Wiender Stadtteil Stadlau.
Um 25% konnte Hervis im Bike-Segment zuletzt zulegen. Hier ein Blick in die Filiale im Wiender Stadtteil Stadlau.

Der zur österreichischen Spar-Gruppe gehörende Händler Hervis drückt aufs Expansionstempo und investiert in zahlreiche bestehende sowie neue Standorte. Auch in Deutschland.

Im laufenden Jahr sollen "rund zwei Dutzend Stores" des Sport-Retailers Hervis entweder neu eröffnen oder umgebaut werden. Das meldet der Händler aus Österreich. Der Fokus liegt dabei auf den Segmenten Bike und Outdoor.

"Allen aktuellen Herausforderungen zum Trotz nutzen wir die Zeit und investieren in unsere Zukunft: Mit dem Aus- und Umbau unseres Filialnetzes können wir noch flexibler und schneller auf Trends reagieren und Schwerpunkte gezielt stärken", ist sich Hervis-Geschäftsführer Werner Weber sicher. Als konkrete Neueröffnungen werden Läden in Wien und Innsbruck genannt, in Weiz öffnet am heutigen Donnerstag ein weiteres Geschäft seine Tore. Damit betreibt Hervis 235 Stores in Österreich und Europa.

Auch in Deutschland will Hervis investieren, mit konkreten Angaben dazu hält sich das Unternehmen auf TW-Anfrage mit Hinweis auf die Corona-Pandemie jedoch noch zurück. Weitere Märkte, in denen Hervis aktiv ist sind Slowenien, Ungarn, Tschechien, Kroatien und Rumänien.

Hervis-Geschäftsführer Werner Weber forciert das Thema Omnichannel: "Besonders stolz sind wir auf den Ausbau der Kundenberatung, die wir online auf höchstem Niveau anbieten können."
Johannes Brunnbauer
Hervis-Geschäftsführer Werner Weber forciert das Thema Omnichannel: "Besonders stolz sind wir auf den Ausbau der Kundenberatung, die wir online auf höchstem Niveau anbieten können."

Bike-Boom treibt die Umsätze

Dass das Fahrrad-Segment mit Neueröffnungen bzw. Umbauten gestärkt werden soll, ist mit Blick auf die jüngsten Zahlen des Sporthändlers nachzuvollziehen: So habe der Bike-Bereich 2020 beim Umsatz um 25% zulegen können, meldet der Händler, bei E-Bikes habe man die Umsätze sogar um 50% steigern können.

Zudem habe man zuletzt das Omnichannel-Geschäft vorangetrieben. "Besonders stolz sind wir auf den Ausbau der Kundenberatung, die wir online auf höchstem Niveau anbieten können. Vor allem in beratungsintensiven Sportwelten wie ‚Rad‛ oder ‚Ski‛ eine echte Bereicherung, sowohl für Kundinnen und Kunden als auch das Hervis-Team", sagt Geschäftsführer Weber.

Die E-Commerce-Umsätze hätten sich 2020 bei Hervis im Vergleich zu 2019 "mehr als verdoppelt", meldet das Unternehmen, ohne absolute Zahlen zu nennen. Dabei habe es einen klaren Lockdown-Effekt gegeben, Digital-Services seien ein "Krisenjoker" gewesen. Weber: "Es macht uns stolz, dass wir neue Erkenntnisse aus dem Krisenjahr so schnell umsetzen konnten und dass unsere Kunden das virtuelle Angebot so gern annehmen. Der Dialog mit unseren Kundinnen und Kunden hat oberste Priorität und macht uns erfolgreich."
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