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Nicht alle großen Sportbrands zum Start an Bord

Wer ist beim Decathlon-Marktplatz dabei?

Decathlon
"Der Handel wird heute vom Digitalgeschäft getrieben und es zeigt sich ein deutlicher Trend in Richtung Online-Marktplätze", sagt Dominique Braun, Leiter des Marktplatzes Deutschland bei Decathlon.
"Der Handel wird heute vom Digitalgeschäft getrieben und es zeigt sich ein deutlicher Trend in Richtung Online-Marktplätze", sagt Dominique Braun, Leiter des Marktplatzes Deutschland bei Decathlon.

80 neue Partner mit insgesamt 10.000 zusätzlichen Artikeln – mit diesem erweiterten Angebot ist der Online-Marktplatz von Decathlon in Deutschland an den Start gegangen. Eine Marke ist besonders prominent vertreten.

Bislang umfasste das Online-Angebot von Decathlon rund 46.000 Artikel und 75 Eigenmarken. Mit der Einführung des Marktplatzes steigt das Produktsortiment im Oktober nochmals auf 56.000 Produkte und 200 neue Marken. Weitere Partner aus der Sportbranche sollen folgen. Zum Start wurden vor allem Marken aus dem Fitnessbereich integriert, besonders im Bereich der Fitnessgeräte und Kleinmaterialien gibt es jetzt eine deutlich größere Auswahl.

Mit einem besonders großen Angebot ist Adidas an Bord – bislang als einzige der Big Brands. Ein Blick auf die Website zeigt: Von rund 2200 Produkten in der Kategorie Sportbekleidung Frauen wird aktuell nur die Hälfte von Decathlon selbst verkauft. Adidas verkauft rund 370 Produkte in dieser Kategorie, die (Noch-)Konzernschwester Reebok weitere 200. Von etwa 1000 Sportschuhen für Damen kommen ebenfalls nur rund die Hälfte von Decathlon und rund 180 von Adidas.

Aber nicht nur Marken wie Adidas, Reebok, Pyua und Hummel sind Marktplatz-Partner, auch erste Händler sind bereits aufgeschaltet: Laut Website wird zum Beispiel ein Viertel des Sportschuh-Angebots für Männer (560 von 2000) von dem Online-Shop sc24.com verkauft. Ebenfalls mit einem umfangreichen Sortiment vertreten ist der Online-Spezialist Bikemailorder. Wie Decathlon auf TW-Anfrage mitteilt, sind etwa 60% der 80 Partner Marken. Hier müsse man jedoch differenzieren zwischen Marken und Agenturen, die das B2B-Geschäft für die Marken übernehmen.

Der deutsche Onlineshop von Decathlon ist seit 2009 online und trug 2020 bereits 28% zum Gesamtumsatz bei. Insgesamt steigerte der größte Sporthändler hierzulande seinen Nettoumsatz um 1,2% auf 667 Mio. Euro. Die Franzosen haben im Vorjahr hierzulande nicht nur ihren Online-Umsatz erhöht, sondern auch das Filialnetz weiter vergrößert. Zwar hat Corona das Expansionstempo spürbar gedrosselt, doch auch 2020 ergänzten sie ihr Portfolio um weitere Standorte. Neue Filialen wurden in Hamburg-Langenhorn, Erding, Fulda, München-Elisenhof, Weiterstadt und Singen eröffnet. In Weiterstadt bei Darmstadt ging Ende 2020 die größte Filiale hierzulande an den Start. Weitere Eröffnungen sind geplant, in Jena noch in diesem Monat. Gleichzeitig bereinigen die Franzosen ihr Store-Portfolio hierzulande und schließen kleine Filialen. Aktuell ist Decathlon in Deutschland mit über 80 Filialen vertreten, weltweit mit über 1700 Filialen in 61 Ländern.

Laut der aktuellen EHI-Studie "E-Commerce-Markt Deutschland 2021" ist Decathlon hierzulande zweitstärkster Sport-Onlinehändler – nach Nike. "Der Handel wird heute vom Digitalgeschäft getrieben und es zeigt sich ein deutlicher Trend in Richtung Online-Marktplätze", sagt Dominique Braun, Leiter des Marktplatzes Deutschland. "Wir sehen darin großes Potenzial für die Sportbranche. Mit unserem Marktplatz bieten wir mit neuen Partnern noch mehr Sportprodukte und das zu jeder Zeit."

Bereits in zehn Märkten hat der Sportartikelhändler sein Marktplatz-Projekt international ausgerollt (Belgien, England, Spanien, Italien, Frankreich, Niederlande, Polen, Portugal, Hongkong und Deutschland) und plant die Einführung in weiteren Ländern.
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