TW Sports
Online-Outlet auf Expansionskurs

Sportspar wird noch internationaler

Sportspar
Der Online-Outlet-Shop Sportspar will 2020 weiter international durchstarten.
Der Online-Outlet-Shop Sportspar will 2020 weiter international durchstarten.

Der deutsche Online-Outlet-Shop Sportspar setzt seine Internationalisierung fort. Nach dem Start mit Outlet-Shops für Frankreich (sport-outlet.fr), Italien (Scontosport.it) und Benelux (sport-korting.nl) folgen nun Spanien und Polen.

Der Startschuss für Spanien soll noch im ersten Quartal 2020 fallen, für Polen dann im zweiten Quartal. „Weitere Länder sind in Planung“, so Geschäftsführer Jevgenij Borisenko, der das Unternehmen mit seinem Bruder Aleksandr vor zehn Jahren gründete.

Die Sportspar-Macher Aleksandr und Jevgenij Borisenko vor ihrem Lagergebäude am Standort Eilenburg, Kreis Nordsachsen. Hier sitzt das Unternehmen seit Ende 2016, war zuvor in der Nähe von Aachen angesiedelt.
Sportspar
Die Sportspar-Macher Aleksandr und Jevgenij Borisenko vor ihrem Lagergebäude am Standort Eilenburg, Kreis Nordsachsen. Hier sitzt das Unternehmen seit Ende 2016, war zuvor in der Nähe von Aachen angesiedelt.
Mittlerweile machen die 30-jährigen Zwillingsbrüder mit dem Verkauf von Sport-Restposten Umsätze in zweistelliger Millionenhöhe: 2018 lag der Nettoumsatz nach Retouren bei 23,4 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss betrug 2 Mio. Euro. Die Retourenquote ist mit 11% vergleichsweise niedrig, allerdings sind Retouren bei Sportspar auch nicht kostenfrei.

Für 2019 geht Jevgenij Borisenko von einem Umsatz von mindestens 25 Mio. Euro aus, der Jahresüberschuss werde etwa auf Vorjahresniveau liegen. Dabei konnte der Umsatz in den eigenen Shops vor allem aufgrund der Expansion in neue Märkte und der Erweiterung des Sortiments um rund 6 Mio. Euro gesteigert werden. Der Umsatz über Drittmarktplätze wie Amazon und Ebay wurde bewusst heruntergefahren, er sank 2019 um etwa 4 Mio. Euro. Nur noch 7% der Umsätze werden über Marktplätze erzielt. „Unser Fokus liegt ganz klar auf unserem eigenen Shop.“ Einem Outlet „im klassischen Sinn“, so Borisenko. Mit Restposten, die mindestens ein Jahr alt sind und direkt bei den Marken-Herstellern oder über Distributeure bezogen werden.


Etwa 15% der Umsätze werden mittlerweile schon außerhalb Deutschlands gemacht, der stärkste Ländershop ist der französische. Bei der weiteren Internationalisierung könne Sportspar mittlerweile „von einem erprobten Internationalisierungsprozess profitieren“, so Borisenko. „Was diesen Prozess so spannend macht, ist die individuelle Dynamik der Community und des User-Verhaltens.“ So seien etwa Rugby-Produkte in Deutschland eher uninteressant, in Frankreich würden sie ihnen „aus der Hand gerissen“.


Generell stelle er fest, dass seit zwei, drei Jahren immer mehr Restposten im Umlauf seien. Von der aktuellen Diskussion über die Vernichtung von Retouren erwarten die Sportspar-Macher weitere positive Effekte für den Restpostenhandel.
stats