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Outdoor-Bilanz von Schwan Stabilo

Positive Bilanz bei Ortovox, positiver Ausblick bei Deuter

Ortovox
Das größte Potenzial vor einer Skisaison mit Fragezeichen hat das Thema Skitouren. Davon könnte Ortovox profitieren.
Das größte Potenzial vor einer Skisaison mit Fragezeichen hat das Thema Skitouren. Davon könnte Ortovox profitieren.

Die Outdoor-Sparte der Schwan Stabilo-Gruppe ist vergleichsweise glimpflich durch die ersten Monate der Corona-Krise gekommen. Zwar hat der Lockdown im Frühjahr auch ihr Geschäft belastet, doch der Umsatzrückgang für das Geschäftsjahr 19/20 (30. Juni) ist mit 5,1% moderat. Dieser Rückgang sei ausschließlich auf die Lockdown-Wochen von Mitte März bis Anfang Mai zurückzuführen, heißt es. Nach 168,3 Mio. Euro im Vorjahr erlöste die Gruppe mit den Marken Deuter, OrtovoxMaier Sports und Gonso im vergangenen Geschäftsjahr 159,7 Mio. Euro.

Sehr viel härter getroffen hat es die deutlich größere Kosmetiksparte der Schwan Stabilo-Gruppe. Hier brach der Umsatz um 14,4% auf 255,8 Mio.Euro ein. Stabil war das Geschäft mit Schreibwaren, hier konnten die Umsätze mit 194,1 Mio. Euro nahezu gehalten werden. Insgesamt erlöste die Gruppe 609,8 Mio. Euro und damit 8% weniger als im Vorjahr.

Die Entwicklung der vier Outdoor-Marken war allerdings sehr unterschiedlich: Das stärkste Wachstum erzielt weiterhin der Bergsportspezialist Ortovox, der sogar zweistellig zulegen konnte. Auch Gonso, Spezialist für Fahrradbekleidung, konnte „sehr stark“ von dem Hype ums Bike – nicht erst seit Corona – profitieren. Leicht rückläufig war allerdings das Geschäft von Maier Sports – auch infolge des milden Winter.

Weiter leicht rückläufig war auch das Geschäft bei der größten Marke Deuter. Hier schlugen sich nach Auffassung von Martin Riebel, Geschäftsführer der Outdoor-Sparte, Corona-bedingte, niedrigere Bestellungen der Vertriebspartner – etwa für Trekking und Reiserucksäcke – sowie die anstehende Neustrukturierung des gesamten Sortiments nieder. Der neue Markenauftritt ab Frühjahr/Sommer 2021 habe erwartungsgemäß zu einer verhaltenen Befüllung der Lager im letzten Jahr des alten Logos und der alten Kollektion geführt. Der Ausblick ins nächste Jahr sei – bisher – trotz Corona positiv. Dabei geht Deuter verstärkt zurück zu seinem Ursprung, dem Bergsport. „Das ist keine Revolution, wir setzen Veränderungen behutsam um, etwa bei der Funktionalität und dem Design unserer Produkte.“

Strategischer Schwerpunkt war im vergangenen Geschäftsjahr die digitale Offensive. „Digital“, sagt Martin Riebel, „ist für viele das neue Normal. Die Pandemie hat dies nochmals eindrucksvoll untermauert. Wir haben nun alle digitalen Projekte im Teilkonzern Outdoor gebündelt und sind in den letzten Monaten mit großen Schritten vorangekommen. Ziel sind einheitlich digitale Plattformen über die ganze Outdoor-Gruppe.“

Der Onlineshop von Deuter ging im November 2019 live, im März 2020 folgte Ortovox. Maier Sports wird sich dieser gemeinsamen Plattform ebenfalls noch anschließen. „Mit unserer E-Commerce-Offensive ergänzen wir gezielt unsere Fachhandelsstrategie“, betont Riebel. „Die Kunden haben, selbst wenn sie ihr Produkt über unsere Online-Shops auswählen, die Freiheit, es direkt hier zu bestellen oder es über den Fachhandel in ihrer Nähe zu beziehen.“

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