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Gemeinsam weiter kommen. Fünf Händler im Schulterschluss für den Klimaschutz.
Gemeinsam weiter kommen. Fünf Händler im Schulterschluss für den Klimaschutz.

Fünf der größten europäischen Outdoor-Händler machen gemeinsame Sache. Fürs Klima. Sie verpflichten sich zu ehrgeizigen Zielen – und nehmen ihre Lieferanten in die Pflicht. Was das genau heißt, haben wir die Geschäftsführer der Online-Retailer Bergfreunde und Bergzeit, Matthias Gebhard und Martin Stolzenberger, gefragt.

Fünf Händler, ein Commitment: Fünf der größten europäischen Outdoor-Retailer haben sich zusammengetan, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen für den Klimaschutz. Die deutschen Online-Spezialisten Bergfreunde und Bergzeit, die Signa Sports United-Tochter Internetstores (Campz, Addnature), der Filialist Sportler aus Italien und die belgische Retail-Gruppe Yonderland (ehemals AS Adventure Group) haben sich gemeinschaftlich verpflichtet, sich für das Erreichen der Pariser Klimaziele aktiv einzusetzen. Diese fünf Händler machen rund ein Zehntel des gesamten Umsatzes der europäischen Outdoor-Branche aus, der von der European Outdoor Group mit 12 Mrd. Euro beziffert wird. Grund für ein Spitzengespräch mit Matthias Gebhard und Martin Stolzenberger, den Chefs der Wettbewerber Bergfreunde und Bergzeit.


TextilWirtschaft: Herr Gebhard, als wir im Frühjahr sprachen, erzählten Sie von der Idee einer händlerübergreifenden Klimaschutzinitiative. Das ging jetzt schnell, oder?
Matthias Gebhard: Ja. Das ist ein Punkt, der diese Initiative so stark macht. Martin und ich haben im Mai ein erstes Mal dazu telefoniert, dann in unsere Netzwerke reingehört. Die Reaktionen waren durch die Bank positiv. Jetzt ist ein guter Startpunkt, um so ein Thema voranzutreiben.

Auf europäischer Verbandsebene, sprich in der European Outdoor Group (EOG), gibt es schon diverse Nachhaltigkeitsprojekte. Warum reichen diese nicht, um den Klimaschutz in der Outdoor-Branche entschieden genug voranzutreiben?
Gebhard: Die EOG war von Anfang an voll involviert. Und wir fünf sind, mit Ausnahme von Sportler, als Händler selbst Mitglied in der EOG. Wir denken zwar, dass so ein Überbau und so ein Netzwerk wichtig sind – aber in dieser Konstellation konnten wir das Thema jetzt einfach schneller aufsetzen.
Martin Stolzenberger: Tempo ist ein ganz wichtiger Punkt. Und die Unternehmen in unserer Fünfer-Konstellation treffen alle schnelle Entscheidungen.


Sie sind beide auch Mitglied bei Sport 2000. Gibt es auf dieser Ebene Gespräche?
Stolzenberger: Meines Wissens nicht. Aber natürlich sind alle herzlich eingeladen – Sport 2000 genauso wie Intersport.
Gebhard: Das wären grandiose Multiplikatoren. Für die ist ein solches Commitment aber natürlich viel schwerer. Ziel ist auf jeden Fall, dass sich möglichst viele anschließen.

Was genau fordern Sie – voneinander und von Ihren Lieferanten?
Stolzenberger: Um mal mit dem einfachsten anzufangen: Voneinander und von jedem, der noch beitritt, erwarten wir Transparenz. Dass man Zahlen und Ziele offenlegt und sich regelmäßig austauscht.

Und Ziel ist es, seinen Beitrag zu den Pariser Klimazielen zu leisten? Sprich, zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad?
Stolzenberger: Genau.

Allein schon zu ermitteln, wie viel Emissionen man einsparen muss, um diesen Beitrag zu leisten, ist eine ziemliche Rechnerei. Haben alle fünf Unternehmen bereits entsprechende Science Based Targets (SBT) formuliert?
Gebhard: Ja, alle fünf Partner sind entweder dabei, auf Basis der SBT Ziele zu formulieren, oder haben dies bereits getan. Und das tun immer mehr Unternehmen. Wir hatten erst vor wenigen Tagen ein Seminar mit Vertretern der SBT-Initiative. Die Zahl der teilnehmenden Unternehmen hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. Da sind die Unternehmen der Politik im Prinzip schon einen Schritt voraus. Es ist total wichtig, dass wir das Ganze nicht nur aus einer moralischen Verantwortung tun, sondern dass uns ein unternehmerischer Reflex antreibt. Wenn die Politik ernst nimmt, wozu sie sich langfristig verpflichtet hat, dann müssen sich ja in den nächsten Jahren viele Regeln ändern. Wir wissen noch nicht, wie. Aber als Unternehmen ist es natürlich nur smart, sich vorher schon entsprechend aufzustellen.
Science Based Targets (SBT)

SBTs machen den Beitrag eines Unternehmens zum Erreichen der Pariser Klimaziele messbar und transparent. Formuliert können diese wissenschaftsbasierten Ziele erst, wenn man weiß, wie viele Emissionen im Unternehmen verursacht werden. Dabei wird unterschieden zwischen Scope 1-, Scope 2- und Scope 3-Emissionen. Scope 1-Emissionen sind direkte Emissionen, die etwa die Heizung am Firmensitz und der Fuhrpark verursachen. Scope 2-Emissionen sind unter anderem indirekte Emissionen aus zugekauftem Strom. Unter Scope 3 fallen alle indirekten Emissionen, die entlang der Wertschöpfungskette entstehen, etwa bei der Herstellung von Produkten. Bei Handelsunternehmen entfällt darauf der Löwenanteil. Validiert werden die Ziele von der Science-Based Targets Initiative (SBTi).



"Es geht darum, jetzt klarzumachen, das Thema ist relevant. Es geht darum, einen Funken zu zünden", sagt Bergfreunde-Chef Matthias Gebhard. "Je lauter die Stimmen werden, desto einfacher ist es für einen Geschäftsführer, Ressourcen entsprechend zu allokieren, einen ersten Betrag X."
Bergfreunde
"Es geht darum, jetzt klarzumachen, das Thema ist relevant. Es geht darum, einen Funken zu zünden", sagt Bergfreunde-Chef Matthias Gebhard. "Je lauter die Stimmen werden, desto einfacher ist es für einen Geschäftsführer, Ressourcen entsprechend zu allokieren, einen ersten Betrag X."

Als Händler können Sie nur einen Bruchteil der Emissionen beeinflussen, die durch die verkauften Produkte anfallen. Das meiste passiert beim Lieferanten. Wenn sich große Unternehmen zu SBTs verpflichten, müssen sie dafür Sorge tragen, dass sich auch ihre Lieferanten entsprechende Klimaschutzziele setzen. Bei kleineren Unternehmen ist das optional. Wie handhaben Sie das?
Stolzenberger: Wir gehen davon aus, dass etwa 90% der Emissionen bei unseren Lieferanten anfallen. Diese genannten Scope 3-Emissionen haben wir für unsere Standorte mit aufgenommen.
Gebhard: Wir auch. Das ist der Hebel, den wir als Outdoor-Industrie haben. Wie schaffen wir es, die Ware, die wir vertreiben, zu dekarbonisieren? Dazu müssen wir als Händler zunächst unsere Hausaufgaben machen. Aber die Mammutaufgabe liegt im Produkt. Darauf hinzuwirken, ist eines unserer Ziele. Dabei hilft es gewaltig, wenn sich alle einig sind über den strategischen Fokus. Was wir als Händler tun können, ist, der Industrie zu sagen: ‚Nehmt das Thema ernst.‘ Denn wir haben nicht viel Zeit. Man braucht anderthalb, zwei Jahre, um überhaupt anzufangen, ernsthaft Dekarbonisierungs-Strategien zu entwickeln. Dann sind neun Jahre bis 2030 verdammt kurz.

Bergfreunde ist offiziell klimaneutral, Bergzeit nicht. Warum?
Stolzenberger: Wir haben darüber nachgedacht. Wir halten aber die Wege, die im Moment dafür beschritten werden, nicht unbedingt für zielführend.
Stichwort CO2 -Kompensationen?
Stolzenberger: Genau. Wir glauben, dass wir auf anderem Weg mehr auf die Klimaziele einzahlen können, nämlich durch Reduzierung von Emissionen, nicht durch Kompensation. Das Etikett klimaneutral ist es uns im Moment nicht wert, diesen Weg einzuschlagen. Wir lehnen Offsetting, also den Kauf von Zertifikaten, ab, weil es nicht der richtige Weg ist. Man kann durch den Kauf von Zertifikaten keine Klimaneutralität herbeiführen. Ich kann aber natürlich nicht ausschließen, dass wir das mal tun werden.
Gebhard: Klimaneutralität ist heute ein Konstrukt, eine Krücke. Natürlich muss das Reduzieren der eigenen Emissionen oberstes Ziel sein, und daran arbeiten auch wir kontinuierlich. Nichtsdestotrotz war es für uns ein wichtiger Ansatz zu überlegen, was machen wir mit dem Rest an Emissionen, den wir noch nicht vermeiden können.


Als eines der wenigen Unternehmen ist Bergzeit allerdings EMAS-zertifiziert. Das gilt als sehr aufwändiges Verfahren. Lohnt sich das?
Stolzenberger: Ja. Denn unterm Strich ist es sehr effektiv. Wir haben dadurch intern extrem viele Prozesse verbessert. Das Erreichen unserer SBT ist in diesem Setup für uns kein Problem. Da würde ich auch andere Unternehmen aufrufen, viel mehr in diese Richtung zu denken. Es gibt Hilfen und Unterstützung für Unternehmen, um ihre Klimabilanz ohne den Kauf von Zertifikaten zu verbessern. Da gibt EMAS einen sehr guten Rahmen.
EMAS

EMAS ist das Umweltmanagement-Gütesiegel der EU. Es richtet den Fokus vor allem auf messbare Verbesserungen, Transparenz nach innen und außen sowie Rechtssicherheit.



Außerdem erfassen Sie mittlerweile bei jedem Produkt, ob es in Ihr Nachhaltigkeitsraster passt, indem es besonderen sozialen, ökologischen und/oder tierwohlbezogenen Anforderungen genügt. Verbessert denn ein Siegel die Performance eines Produkts?
Stolzenberger: Darauf gibt es keine einfache Antwort. Aber grundsätzlich ist es schon so, dass die Conversion Rate massiv ansteigt, wenn ein Produkt als nachhaltig gekennzeichnet wird. Es gibt ja Händler, die Artikel einfach als ‚nachhaltig‘ flaggen ohne Prüfung oder Begründung. Wir wollten es uns an der Stelle nicht so einfach machen und stellen bei jedem Produkt sehr transparent dar, was es zu einem nachhaltigeren Produkt macht. Da müssen wir allerdings nochmal nachjustieren. Denn offenbar will es der Kunde einfacher haben und sich nicht groß mit dem Thema auseinandersetzen.

Haben Sie denn schon Lieferanten ausgelistet?
Stolzenberger: Nein. Das war auch nicht primäre Absicht. Es ging darum, für den Kunden Transparenz zu schaffen und Orientierung zu geben.


Aber das bleibt natürlich die Gretchenfrage – auch bei Ihrem aktuellen Commitment: Was passiert, wenn die Anforderungen nicht erfüllt werden?

Stolzenberger: Das muss jeder Händler für sich entscheiden. Da gibt es keine Abstimmung in dieser Initiative – das dürfen wir auch gar nicht. Wir sind ja alle Wettbewerber.
Gebhard: Auf Unternehmensebene können wir durchaus sagen, dass Hersteller, die uns nicht aufzeigen können, dass sie sich strategisch mit dem Thema Klimaschutz beschäftigen, an strategischer Relevanz verlieren werden. Das können wir als Bergfreunde so formulieren, als Gruppe allein schon aus kartellrechtlichen Gründen nicht. Aber wir merken schon heute, dass die Marken, die bei uns stark nachgefragt werden, einen starken Nachhaltigkeits-Footprint haben. Also Patagonia, Vaude und Ortovox, die schon lange glaubwürdig für diese Themen stehen.

"Wenn wir nichts machen, wird es noch viel teurer", ist Bergzeit-Chef Martin Stolzenberger überzeugt.
Bergzeit
"Wenn wir nichts machen, wird es noch viel teurer", ist Bergzeit-Chef Martin Stolzenberger überzeugt.

Welche Schlagkraft kann diese Selbstverpflichtung von fünf oder künftig mehr Händlern tatsächlich haben?
Gebhard: Das muss man vielleicht ein bisschen einordnen. Wir reden von der Zukunft. Von Veränderungsprozessen, die wirklich lange dauern. Es geht darum, jetzt klarzumachen, das Thema ist relevant. Es geht darum, einen Funken zu zünden. Je lauter die Stimmen werden, desto einfacher ist es für einen Geschäftsführer, Ressourcen entsprechend zu allokieren, einen ersten Betrag X. Dabei ist dieser Einstieg vergleichsweise niedrigschwellig. Ich muss als Unternehmen für das Thema Klimaschutz nicht direkt 1 Mio. Euro in die Hand nehmen.
Stolzenberger: Natürlich ist eine langfristige Nachhaltigkeitsstrategie mit Investitionen verbunden. In jeder Abteilung gibt es CSR-Ansprechpartner. Wir bauen gerade eine riesige Photovoltaikanlage auf unser neues Lager, werden zum Stromanbieter. Das kostet alles erst einmal sehr viel Geld. Aber wenn wir nichts machen, wird es noch viel teurer.

Mit welchen Reaktionen aus der Branche rechnen Sie?
Gebhard: Wir schmeißen einen Stein ins Wasser. Wir wissen noch nicht, wo die Wellen hingehen – wir müssen aber welche machen.
Stolzenberger: Die Diskussion in Gang zu setzen, ist das Wichtigste. Dass wir uns in die gleiche Richtung bewegen und Transparenz reinbringen.

Ihre Lieferanten haben mit Problemen in der Lieferkette gerade genug um die Ohren. Jetzt kommen Sie und setzen da nochmal ein Päckchen drauf. Haben Ihre Partner jetzt Nerven dafür?
Gebhard: Möglicherweise nicht. Das ändert aber nichts an der Relevanz. Natürlich gibt es tagesaktuelle Schwierigkeiten. Aber wenn man die als Unternehmer immer vorschiebt, um an den langfristigen Problemen nicht zu arbeiten, hat man keine Perspektive, behaupte ich mal. Ich glaube aber, das versteht auch jeder. Vieles schließt sich ja gar nicht aus. Die aktuelle Diskussion darüber, Teile der Lieferkette wieder näher an Europa oder gar in die EU zu bringen, um nicht so abhängig zu sein von globalen Handels- und Warenströmen, das ist natürlich auch ein Hebel in Sachen Klimabilanz von Produkten. Und das ist nur ein Beispiel.

Warum ist die Industrie noch nicht so weit, wie sie sein sollte?
Stolzenberger: Das vermag ich als Händler nicht beurteilen. Für die Hersteller ist das natürlich ein sehr komplexes Thema. Aber es fehlt bei einigen auch der Wille. Die Outdoor-Branche hat immer gut funktioniert, es gab nie wirklich Anlass für Veränderungen. Das ist jetzt anders. Die Kunden und die Mitarbeiter fordern sie ein. Wir sehen aber natürlich schon, dass viele unserer Top-Lieferanten bei Klimaschutz bereits sehr viel unternommen haben.
Gebhard: Sie könnten die Frage auch mir stellen. Warum macht Bergfreunde erst jetzt etwas? Die Pariser Klimaschutzziele gibt es seit 2015. Es ist ein Skandal, dass ausgerechnet wir als Outdoor-Branche, die für die Natur steht, nicht schon vor sechs Jahren den Schulterschluss gezogen haben und gemeinsam aktiv geworden sind.

Danke für die Vorlage. Also, warum erst jetzt?
Gebhard: Ich muss da ganz selbstkritisch sagen: Wir haben ein paar Jahre zu spät angefangen. Es gab immer Themen, die weiter oben auf der Agenda standen. Deswegen kann ich das auch gut nachvollziehen. Der Punkt, an dem wir gesagt haben: ‚Jetzt reicht’s, jetzt müssen wir auch!‘ war bei einer Podiumsdiskussion mit Vertretern von Fridays for Future beim European Outdoor Summit.


Ihre Anforderungen an Ihre Lieferanten in Sachen Klimaschutz steigen. Gleichzeitig bieten Sie Ihren Kunden nach wie vor kostenlose Retouren an. Das könnte Ihnen manch einer als Heuchelei auslegen.
Gebhard: Was haben Retouren damit zu tun?

Retouren, die nichts kosten, erhöhen die Menge an Paketen, die hin- und hergeschickt werden, behaupte ich mal.
Gebhard: Retouren sind nach allem, was wir wissen, aus Klimasicht kein dramatisches Problem. Der Rückversand ist deutlich klimafreundlicher als der Versand zum Kunden, das hat mit der Organisation der Logistik zu tun. Und natürlich arbeiten wir alle daran, dass unsere Retourenquoten so gering wie möglich sind. Auf der anderen Seite sind einfache Retouren aus unserer Sicht Teil eines Online-Einkaufserlebnisses. Gleichzeitig verbessern wir parallel natürlich die Klimabilanz unseres Warenversands deutlich. DHL befasst sich zum Beispiel auch mit Science Based Targets. Und ich finde es überhaupt nicht illusorisch, dass der Warenversand in einigen Jahren mehr oder weniger emissionsfrei funktioniert.

Sprechen Sie eigentlich auch mit Zalando? Das Unternehmen hat sich schon seit einigen Jahren zu den Science Based Targets committed und dreht ein wirklich großes Rad.
Stolzenberger: Ich würde das auf jeden Fall begrüßen.
Gebhard: Wir sind im Austausch mit den Kollegen von Zalando und von About You. Und das ist gut. Wir haben da keine Berührungsängste. Je mehr Traktion dahinterkommt, desto besser.

Zalando und die SBT

Der Online-Händler hat vor gut einem Jahr seine SBTs veröffentlicht: Bis 2025 will der Konzern den betrieblichen CO2-Ausstoß um 80% reduzieren. Bei der Eigenmarkenproduktion ist eine Senkung um 40% geplant. Auch die wichtigsten Partner sollen zu SBTs verpflichtet werden und so bis 2025 insgesamt 90% der Lieferanten-Emissionen erfasst werden.
Der aktuelle Stand? „Ende 2020 hatten wir mit Partner*innen, die sich SBTs gesetzt haben, 34 % der Emissionen erfasst, die im selben Jahr durch Lieferant*innen verursacht wurden“, erklärt das Unternehmen auf TW-Anfrage. Und weiter: „Die Erreichung des Ziels, dass sich unsere größten Partner*innen bis 2025 ihre eigenen SBTs setzen, ist nach wie vor realistisch.“ Um den Fortschritt zu erfassen, befinde sich Zalando „in einem regelmäßigen Austausch“ mit den Partnern und stelle Informationen rund um die Berechnung des CO2-Fußabdrucks, der Festlegung von SBTs sowie über bereits bewährte Vorgehensweisen in diesen Bereichen zur Verfügung.
Die Scope 3-Emissionen der Eigenmarken-Produkte sind 2020 im Vergleich zu 2018 um 19 % pro Mio. Euro Bruttogewinn gesenkt worden. Dies wurde zwar teilweise durch eine Verringerung der Anzahl an Beschaffungspartnern im Jahr 2019 erreicht – im Wesentlichen aber durch den gestiegenen Bruttogewinn.

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