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Outdoor-Spezialist verliert Chefin

Melody Harris-Jensbach verlässt Jack Wolfskin

Jack Wolfskin
Getrennte Wege: Melody Harris-Jensbach gibt den CEO-Posten bei Jack Wolfskin ab.
Getrennte Wege: Melody Harris-Jensbach gibt den CEO-Posten bei Jack Wolfskin ab.

Melody Harris-Jensbach wird den Outdoor-Spezialisten Jack Wolfskin verlassen. Dem US-amerikanischen Mutterkonzern Callaway zufolge ist der Ausstieg schon seit Längerem geplant.

„Callaway und Melody Harris-Jensbach haben sich bereits vor über einem Jahr darauf verständigt, mit Abschluss der wesentlichen Weichenstellungen für die Integration von Jack Wolfskin in die Callaway Gruppe auch ihre Nachfolgeregelung vorzubereiten“, teilt das Unternehmen mit.


Somit seien die Voraussetzungen geschaffen worden, die künftige Verantwortung für Jack Wolfskin in die Hände einer neuen Leitung zu legen. „Wir schätzen Melodys Führungsrolle für die Marke und arbeiten seit einiger Zeit mit ihr an ihrer Nachfolgeregelung“, erklärt Callaway-CEO Chip Brewer. Einen Namen oder den konkreten Zeitpunkt ihres Weggangs nennt er nicht.

Harris-Jensbach ist nicht die einzige, die dem 1981 gegründeten Unternehmen den Rücken kehrt. Bereits im Februar war bekannt geworden, dass Vertriebschef Markus Bötsch Jack Wolfskin zum 31. Juli dieses Jahres verlassen wird. Er geht nach fast 30 Jahren im Unternehmen. Im Sommer 2019 war zudem Jörg Wahlers ausgeschieden, der bis dahin den Posten des CFO und COO in Personalunion innehatte. Stattdessen wurden zwei neue Männer für das Management vorgestellt. Im Mai kam Ante Franicevic als CFO, im September Alexander Hauser als COO. Anfang 2019 hatte die Callaway Gruppe den Outdoor-Spezialisten übernommen.

Harris-Jensbach selbst sagte, sie sei zusammen mit Callaway dabei, Jack Wolfskin „auf langfristigen Erfolg auszurichten“. Gleichzeitig arbeite sie gemeinsam mit dem Management-Team mit Hochdruck „an der wichtigen Aufgabe, die Auswirkungen der Corona-Krise zu bewältigen“.


Harris-Jensbach wurde 2014 als Nachfolgerin von Michael Rupp CEO bei Jack Wolfskin. Sie kam damals von Esprit zu der Idsteiner Outdoor-Marke. Bei dem Ratinger Modeunternehmen war sie von Anfang 2012 bis Oktober 2013 als Chief Product & Design Officer im Vorstand. Von 1998 bis 2007 war sie schon einmal bei Esprit tätig. Zuletzt als International Product Director & Global Business Manager der Woman Casual-Division.

2008 bis 2011 verantwortete sie als Vorstandsmitglied beim Sportartikelhersteller Puma die Bereiche Produkt, Produktentwicklung, Design, Business Unit Management sowie die weltweite Beschaffung für das Retail-Geschäft. Weitere berufliche Stationen im Bereich Design waren unter anderem Laurèl und Cartoon.

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