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Peter Schöffel zur neuen Struktur und seiner neuen Rolle

Darum baut Schöffel um

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Peter Schöffel (60) führt das Unternehmen seit 1995 in siebter Generation. Er wird sich in der neuen Struktur als Group CEO auf die strategische Steuerung und Weiterentwicklung der Gesamtgruppe konzentrieren.
Peter Schöffel (60) führt das Unternehmen seit 1995 in siebter Generation. Er wird sich in der neuen Struktur als Group CEO auf die strategische Steuerung und Weiterentwicklung der Gesamtgruppe konzentrieren.

Mit der neuen Unternehmensstruktur sollen optimale Voraussetzungen für das weitere Wachstum von Schöffel geschaffen werden – auch für das deutlich kleinere Professional-Geschäft. Mit dem in einigen Jahren anstehenden Generationswechsel hat der aktuelle Umbau nichts zu tun.

Ab 1. Oktober steht das operative Geschäft des Familienunternehmens auf zwei Säulen: Schöffel Sport und Schöffel Professional. Auf das Professional-Geschäft mit Mitarbeiterbekleidung für Unternehmen und Behörden sowie den Bereich Motorradbekleidung entfielen in den vergangenen Jahren etwa 10 bis 15% vom Umsatz. "Jetzt wollen wir ihm die Kraft geben, die ihm gebührt. Denn wenn ein Bereich so viel größer ist als der andere, fällt erfahrungsgemäß der kleine häufig weiter zurück, weil er nicht im Fokus steht. Und da lässt man Potenzial liegen", erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Peter Schöffel. Geleitet wird dieser Bereich von Felix Geiger (49), der diese Aufgabe zusätzlich zu seinem bisherigen Verantwortungsbereich als CFO übernimmt.


"Wir haben im letzten Jahr eine Zehn-Jahres-Strategie entwickelt und ein Eckpunkt ist die konsequente Weiterentwicklung beider Unternehmensbereiche. Beide Geschäfte funktionieren im Grundsatz anders", erklärt Schöffel. "Das Markengeschäft ist klassisches Saisongeschäft, das Professional-Geschäft ist ein Ausschreibungs- und somit ein Projektgeschäft. Es gibt allerdings zwei große Synergien: Das eine ist unsere funktionale Textilien-Kompetenz. Das andere ist Nachhaltigkeit, die wir bei Arbeitsbekleidung schon jetzt ebenso gewährleisten wie bei Outdoor. Da bringen wir umfassende Kompetenz in den Professionals-Markt ein, der bei diesem Thema noch in den Kinderschuhen steckt."
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Seit einem Jahrzehnt arbeiten Schöffel und die Fair Wear Foundation zusammen. Die Torte zum Jubiläum konnten die Teams coronabedingt nicht gemeinsam anschneiden, doch ihr gemeinschaftliches und partnerschaftliches Engagement hat die globale Krise sogar verstärkt. Peter Schöffel und FWF-Chef Alexander Kohnstamm sind überzeugt: Das neue Normal wird kommen. Und es gilt, die Chancen zu nutzen.

Stefan Merkt (51), der seit November 2019 den Schöffel-Vertrieb leitet, übernimmt die Führung von Schöffel Sport mit dem gesamten Markengeschäft. Gleichzeitig rückt er neben Peter Schöffel und Felix Geiger in die Geschäftsführung auf.


Merkt ist sehr zuversichtlich für die künftige Entwicklung der Marke. "2020 war besser als zunächst erwartet, wir sind mit 15% Umsatzminus zum Vorjahr rausgegangen. 2021 werden wir das Niveau halten, für 2022 erwarten wir wieder Wachstum auf Vor-Corona-Niveau. Der Outdoor-Markt erlebt gerade einen neuen Aufschwung. Wir sehen da Riesen-Chancen für Schöffel, zumal wir unsere Handelspartnerschaften in den vergangenen Monaten noch einmal intensiviert haben."

Peter Schöffel zieht sich damit, wie lange geplant, aus dem operativen Geschäft zurück und wird sich als Group CEO auf die strategische Steuerung und Weiterentwicklung der Gruppe konzentrieren. "Ich glaube, dass ich bei den Themen Wachstum und Entwicklung der Gruppe viel mehr helfen kann, wenn ich strategisch am Unternehmen arbeite und nicht von einem operativen Termin zum nächsten laufe. Wir haben heute ein Führungsteam aufgebaut, das mein volles Vertrauen genießt."


Steht denn die nächste Schöffel-Generation in den Startlöchern? "Immer konkreter", sagt Schöffel, "damit hat diese von langer Hand geplante neue Struktur aber nichts zu tun. Mein Sohn Jakob ist 23 und wird voraussichtlich in einigen Jahren meine Rolle im Unternehmen übernehmen. Meine Tochter Johanna ist 25 und bereitet sich darauf vor, eine Rolle im Bereich HR, in der Personalentwicklung zu übernehmen."
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