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„Budget Sport” für Altware

Intersport eröffnet Outlet bei Amazon


Auf dem Weg zur Plattform. Der Sporthändler-Verbund Intersport geht die nächsten Schritte im Digital-Business. Dazu gehören ein Offprice-Konzept bei Amazon und eine stärkere Zusammenarbeit mit Sportmarken24.

Neue Kanäle. Die Heilbronner Intersport Deutschland EG setzt eine Reihe an Hebeln in Bewegung, um das Digital-Business der über 900 Mitglieder zu fördern. Ganz neu ist ein Konzept, mit dem die Mitglieder ihre Altwarenbestände bei Amazon anbieten können. Unter dem Namen „Budget Sport” will Intersport in Zukunft alte Bestände der Mitglieder auf der Plattform vermarkten. Das soll ein erster Schritt sein, den Mitgliedern neue Vertriebskanäle zu erschließen, heißt es aus Heilbronn.

„Budget Sport” ist als Marke bereits von der Intersport International Corporation (IIC) im Einsatz. In Finnland werden unter dieser Flagge stationäre Geschäfte und ein Webshop betrieben.

Das Offprice-Label Budget Sport existiert im Intersport-Kosmos bereits. Jetzt arbeitet die deutsche Genossenschaft damit bei Amazon.
Screenshot Bugdetsport.fi
Das Offprice-Label Budget Sport existiert im Intersport-Kosmos bereits. Jetzt arbeitet die deutsche Genossenschaft damit bei Amazon.

Budget Sport: Ausbau möglich

Der Start mit Amazon erfolgt jetzt mit einer Reihe an Mitgliedern, soll perpektivisch möglicherweise ausgerollt werden. Bei positiven Erfahrungen soll das Konzept auch außerhalb von Amazon präsent werden, etwa bei Ebay oder auch anderen Plattformen, ist zu hören.

Als Altware gelten hierbei Produkte, die älter als zwölf Monate sind. Die Infrastruktur und Content-Erstellung wie Fotos übernimmt dabei die Zentrale der Gruppe, die Anschlusshäuser müssen lediglich ihre Warenwirtschaft an das System koppeln können. Außerdem stellt die Zentrale sicher, dass die Ware „nur auf den Kanälen angeboten wird, die in den Augen der Lieferanten eine angemessene Platzierung erlauben”, heißt es aus Heilbronn.

Die stärkere Unterstützung beim Aufbau eigener E-Commerce-Aktivitäten der Händler ist für Intersport ein strategisch wichtiges Feld. Dazu gehört auch der Anschluss an die eigene Seite Intersport.de, auf der aktuell rund 300 der insgesamt über 900 Anschlusshändler angebunden sind.

Erweitertes Eigenmarken-Business mit Sportmarken24

Zudem weitet der Händlerverbund die Zusammenarbeit mit Sportmarken24 aus Wiesbaden auf das Eigenmarken-Geschäft aus. Intersport-Händler können nun auch Labels wie McKinley, Pro Touch und Energetics über den Online-Dienstleister verkaufen. Das war zuvor mit dem Lizenzgeber, der IIC, noch nicht geregelt. Die Verbindung zwischen Intersport und Sportmarken24 ist stark, da das Unternehmen von Geschäftsführerin Valeska Benner und dem Intersport-Händler Joachim Kiegele ins Leben gerufen wurde.


„Wir sind davon überzeugt, durch die Kooperation mit Intersport eine hervorragende zusätzliche Vertriebsmöglichkeit geschaffen zu haben, von der beide Seiten profitieren”, sagt Sportmarken24-Geschäftsführerin Valeska Benner. Aktuell sind Benners Angaben zufolge rund 150 Sporthändler an die Plattform angeschlossen, davon rund zwei Drittel Intersport-Mitglieder. Mit diesem Schritt will Benner weitere Intersport-Retailer gewinnen, mittelfristig insgesamt über 500 weitere Filialen unterschiedlicher Sporthändler.

Sportmarken24 macht die Sortimente der Händler auf den digitalen Verkaufsplattformen von Amazon, Ebay, Real, Klingel, Mirapodo sowie auf der eigenen Seite zugänglich. Amazon ist aktuell der stärkste Kanal des Anbieters.

Intersport arbeitet mit Hochdruck an der digitalen Transformation der Einkaufsgenossenschaft. Dabei hat der Verbund mit einer komplexen uns sehr heterogenen Struktur unterschiedlich aufgestellter Händler zu kämpfen. Einige treiben ihr Digital-Business entschieden voran, andere sehen die neuen Vertriebskanäle stärker als Konkurrenz für das eigene stationäre Geschäft.
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