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Premiere der Messe

Outdoor by Ispo: „Das funktioniert”

Outdoor by Ispo

Am Sonntag fiel das Startschuss für die Premiere: Zum ersten Mal findet derzeit in München die OutDoor by Ispo statt. Mit der Zusage von über 1000 Ausstellern wurden die Erwartungen an die neue Veranstaltung im Vorfeld übertroffen. Am bisherigen Messestandort Friedrichshafen präsentierten sich vor einem Jahr insgesamt 950 Aussteller.

„Ich bin zufrieden“, zieht Mammut-Chef Oliver Pabst eine erste Zwischenbilanz. Und: „Wir brauchen diesen Marktplatz.“ Wenn auch manch einer den Friedrichshafener „Spirit“ vermisst oder beklagt, dass die Frequenz nicht mit der Ispo vergleichbar sei, so ist der Tenor: „Die Messe funktioniert.“ Sagt auch Stefan Taft, Marketingleiter bei Maier Sports, der in München präsentiert, wie die Kollektion erstmals nach Aktivitäten aufgebaut wurde: Trekking, Hiking und Urban&Travel. „Damit bieten wir unseren Handelspartnern und auch den Endverbrauchern Orientierung.“

Mehr Farbe, mehr Style

Die Besucher schätzen die Übersicht, die ihnen die Messe zu diesem Zeitpunkt bietet. „Wir sehen auf jeden Fall mehr Farbe“, so Frank Wolf, Bereichsleiter Sport bei L&T in Osnabrück. „Das ist auch sehr gut so.“ Das sieht auch Daniela Drabert von Hagemeyer in Minden so. Sie schätzt es, dass viele Anbieter nicht mehr die Kollektionen in voller Breite präsentieren, sondern sehr viel fokussierter.


Dass mit Outdoor heute auch andere Zielgruppen angesprochen werden, zeigt sich an vielen Ständen. Mit der Kollektion für Sommer 2020 präsentiert etwa Adidas Terrex, was das Unternehmen unter einer progressiven Outdoor-Brand mit 70 Jahren Performance-Erfahrung versteht. „Das feiern wir“, betont André Doxey, VP Design Adidas Outdoor. Und zwar nicht nur bei Schuhen, sondern auch bei Textilien, allen voran Jacken.


Wie sehr die Welten verschmelzen, zeigt Jack Wolfskin mit der progressiven Tech Lab-Kollektion. Die wird nicht nur in München präsentiert, sondern auch in Berlin. Ein anderes Beispiel kommt aus dem Schuhbereich: Ecco präsentiert sich klar an der Schnittstelle zwischen Street und Outdoor. Und ist überrascht, welch großen Zuspruch die modischen Styles auch vom Sportfachhandel bekommt.

Nachhaltigkeit im Fokus

Eines der großen Gesprächsthemen auf der Messe ist Nachhaltigkeit. Eines, das sich die Messeveranstalter auch selbst auf die Fahne geschrieben haben. Ein „Code of Conduct“ gibt konkrete Empfehlungen, klimaneutral, ressourcenschonend sowie nachhaltig zu handeln. Er ist zunächst auf die Laufzeit der Messe ausgelegt und richtet sich an alle Servicepartner, Dienstleister und Aussteller. Diese sichern unter anderem zu, möglichst auf Einwegplastik zu verzichten, lokale Lieferanten zu bevorzugen, Stände mit reduziertem Verbrauch an Materialien und Strom zu planen, nur notwendige oder recycelbare Marketingmaterialien und Give-Aways zu produzieren und klimafreundlich anzureisen.

Leicht rückläufiger Gesamtmarkt

Dass 2018 für die Branche insgesamt schwierig war, belegen die jüngsten Marktdaten, die die European Outdoor Group im Rahmen der Messe bekanntgegeben hat. Der Großhandelsumsatz der Branche ist 2018 um 1% auf 5,81 Mrd. Dollar gesunken. Sehr erfolgreich entwickelt sich allerdings der Klettermarkt. Hier wurde ein Umsatzplus von 5,7% erzielt.
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