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Deutsche Filialen verfehlen Profitabilitätsziele

Stadium: Aus in Deutschland

Stadium
Sieht keine Grundlage für eine Ausweitung der Aktivitäten in Hamburg: Magnus Wåhlander, General Manager Stadium.
Sieht keine Grundlage für eine Ausweitung der Aktivitäten in Hamburg: Magnus Wåhlander, General Manager Stadium.

Spekuliert wurde schon seit langem, jetzt läuft der Räumungsverkauf: Der schwedische Sportfilialist Stadium verabschiedet sich vom deutschen Markt.

Vor fünf Jahren eröffnete der schwedische Sport-Filialist Stadium seinen ersten deutschen Store in Hamburg. Das sollte der Startschuss sein für eine deutschlandweite Expansion, die allerdings nie in Schwung kam. Nur zwei weitere Läden wurden noch eröffnet – beide ebenfalls in der Hansestadt. 2015 ging außerdem der deutsche Online-Shop an den Start.


Jetzt also das Aus: In den Filialen an der Mönckebergstraße im Phönixcenter ist der Räumungsverkauf bereits in vollem Gange, beide Läden schließen noch vor Jahresende. Die Filiale in Altona bleibt zwar bis zum Auslaufen des Mietvertrags bestehen, das Aus des Filialisten auf dem deutschen Markt ist allerdings besiegelt. „Wir sehen keine geschäftliche Grundlage für eine Ausweitung unserer Aktivitäten in Hamburg und haben beschlossen, unsere Filialen auf dem Markt zu schließen“, erklärt Magnus Wåhlander, General Manager Stadium. „Die Marktsituation in Verbindung mit hohen Mieten führt dazu, dass wir unsere Profitabilitätsziele nicht erreichen. Wir werden daher in naher Zukunft zwei Filialen schließen und schließlich Deutschland vollständig verlassen, damit wir uns noch stärker auf unsere anderen Investitionen, Filialen und Märkte konzentrieren können.“

Die familiengeführte Stadium Group will sich nun auf die Märkte Schweden, Finnland und Norwegen konzentrieren, in Norwegen ist das Unternehmen erst kürzlich gestartet. Es betreibt rund 180 Läden der Konzepte Stadium, Stadium Outlet und Sneakers Point. Zur Gruppe gehört auch das Stadium Sports Camp, Schwedens größtes Sport- und Erlebniscamp, das jährlich rund 8000 Teilnehmer zählt. Die Gruppe beschäftigt knapp 4000 Mitarbeiter und befindet sich im Besitz der Familie Eklöf. 2017/2018 erzielte das Unternehmen knapp 6 Mrd. Schwedische Kronen (570 Mio. Euro).

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