Adidas schließt das erste Quartal im Geschäftsjahr 2018 mit einem währungsbereinigten Umsatzanstieg von 10% ab. Ein starker Euro reduziert den Umsatzzuwachs unter Berücksichtigung von Währungseffekten jedoch auf ein Plus von 2% auf 5,58 Mrd. Euro.

Insgesamt profitiert der Sportartikelhersteller nach eigenen Angaben vor allem von der Entwicklung in Nordamerika und China sowie vom E-Commerce. Nach Kategorien liegt einem Umsatzzuwachs der Marke Adidas von 11% ein zweistelliges Wachstum in den Kategorien Running, Fußball und Training sowie bei Adidas Originals zugrunde. Die Marke Reebok enttäuscht mit Rückgängen in den Bereichen Training und Running, die in einem Umsatzrückgang von 3% resultieren. Der E-Commerce war mit einem Anstieg um ganze 27% erneut der am stärksten wachsende Vertriebskanal.



"Wir sind erfolgreich ins Jahr gestartet. Die Ergebnisse entsprechen voll und ganz unseren Erwartungen", sagte Adidas-Vorstandsvorsitzender Kasper Rorsted. Der Gewinn stieg im ersten Quartal kräftiger als der Umsatz: Das Betriebsergebnis des Unternehmens verbesserte sich um 17% auf 746 Mio. Euro. Damit erhöhte sich die operative Marge um 1,8 Prozentpunkte auf 13,4%.

Der zusammengefasste währungsbereinigte Umsatz der Marken Adidas und Reebok sei in fast allen Marktsegmenten gewachsen, heißt es. Trotz Bestechungsvorwürfen gegen hochrangige Adidas-Manager im Rahmen des US-Basketball-Skandals 2017 wuchs das Geschäft in Nordamerika um 21%, in der Region Asien-Pazifik war es ein Plus von 15%, davon alleine 26% in China. In Lateinamerika legte der Umsatz 10% zu, während Westeuropa ein Wachstum von 5% verzeichnete. Der Umsatz in den Schwellenländern und in Russland/GUS sei aufgrund des „herausfordernden Marktumfelds“ um 5% und 16% zurückgegangen.

Die Bruttomarge des Unternehmens verbesserte sich um 1,5 Prozentpunkte auf 51,1%. Die deutlich negativen Währungseffekte im ersten Quartal seien durch „positive Effekte eines besseren Preis- und Produktmix mehr als kompensiert“ worden, heißt es.

Für das Gesamtjahr 2018 erwartet Adidas nach wie vor einen währungsbereinigten Umsatzanstieg um etwa 10%, vor allem durch zweistellige Zuwächse in Nordamerika und Asien-Pazifik. Der Gewinn soll um bis zu 17% zulegen.

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