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Restart bei beim Sneaker-Spezialisten 43einhalb

"Geil, dass es wieder losgeht"

43einhalb
43einhalb-Macher Mischa Krewer hat umgestellt: Statt Magic Gum gibt es für Kunden jetzt Masken.
43einhalb-Macher Mischa Krewer hat umgestellt: Statt Magic Gum gibt es für Kunden jetzt Masken.

Online brummte das Business bei 43einhalb auch in den vergangenen fünf Wochen – am Dienstag ging es auch in den Stores in Fulda und Frankfurt wieder los.

„Den Montag haben wir noch genutzt, um in den Stores die Vorgaben umzusetzen, was Hygieneregeln, Abstand und andere Schutzmaßnahmen angeht“, berichtet Mischa Krewer, der gemeinsam mit Oliver Baumgart hinter dem Sneaker-Spezialisten 43einhalb steht. „Bis Freitagmittag hatten wir dazu von den Behörden noch keine Infos, deswegen haben wir uns entschieden, erst am Dienstag offiziell zu starten und uns wegen des einen Tages keinen übertriebenen Stress zu machen.“ Sein Team ist extrem motiviert. „Wir wollen das jetzt gemeinsam meistern und finden das einfach geil, dass es wieder losgeht.“

Der Sneaker-Spezialist ist ohnehin online stark. Das Verhältnis Online-Stationär ist zwar – je nach Releases – stark schwankend, doch zwei Drittel der Umsätze entfallen mindestens auf den Webshop. Aufgelaufen liegt das Unternehmen trotz der Schließungen nach wie vor im Plus. Nicht zuletzt deshalb, da auch die Umsätze, die sonst in den Stores gemacht worden wären, nicht einfach weggebrochen sind: „Wir haben in den letzten Wochen extrem viele Kurzstreckenpakete verschickt.“

Gerade beim Thema Versand habe man sehr viel Solidarität unter den Händlern gespürt, da wurden Lieferdienste aus dem Boden gestampft und lokale Netzwerke aktiviert. „Auch wir haben in Fulda unseren Lieferwagen anderen zur Verfügung gestellt.“ Außerdem haben die 43einhalb-Macher einem Kumpel, der Spirituosen verkauft, einen Pop up-Shop in dem neuen Online-Store Meine Jungs eingerichtet. Händler helfen Händlern. Und was bislang das Magic Gum war, ist jetzt die Maske: Seit vergangener Woche liegt jedem Paket statt Kaugummi eine Maske bei. Die gibt es jetzt auch in den Stores.

Wünschen würde sich Krewer einen besseren Informationsfluss, „und vor allem eine einheitliche, verlässliche Quelle“. Aber er betont auch: „Verglichen mit der Situation in Italien, Spanien und Frankreich sind wir hier schon ziemlich priviligiert. Das höre ich auch immer wieder in den Gesprächen mit den global agierenden Brands: Der deutsche Markt funktioniert nach wie vor einigermaßen. Und wir sind nach wie vor ein Land mit einem der besten Sozialsysteme.“
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