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Schwacher Ausblick

Under Armour: Coronavirus und Amerika-Geschäft belasten das Geschäft

imago images / Levine-Roberts
Under Armour-Store in New York
Under Armour-Store in New York

Der US-Sportkonzern Under Armour ist 2019 leicht gewachsen. Die Erlöse stiegen um 1% auf 5,27 Mrd. US-Dollar (4,9 Mrd. Euro). Besser lief das Geschäft erneut international: Der Umsatz in der Region Europa, Nahost und Afrika (EMEA) stieg beispielsweise um 5,1% auf 621 Mio. Dollar. Im Raum Asien-Pazifik wuchs das Geschäft sogar um 14,2% und erreichte somit ein Volumen von 636,34 Mio. Dollar. Im Heimatmarkt Nordamerika schrumpften die Erlöse dagegen um 2,1% auf knapp 3,74 Mrd. Dollar. Das Nettoergebnis des Konzerns verbesserte sich deutlich: Es stieg auf 92 Mio. Dollar, nach einem Verlust von 46 Mio. Dollar im Vorjahr.

Für 2020 geht der Konzern aus Baltimore allerdings von einem Umsatz- und Ergebnisrückgang aus, vor allem wegen weiter rückläufiger Erlöse auf dem Heimatmarkt. Belastet wird der Ausblick auch durch das Coronavirus. Dessen negative Auswirkungen beziffert Under Armour mit 50 bis zu 60 Mio. Dollar für das erste Quartal.

Im Zuge einer Umstrukturierungsinitiative, die der Konzern derzeit prüft, steht hinter der geplanten Eröffnung eines Flagship-Stores an der New Yorker Fifth Avenue ein großes Fragezeichen. Die Entscheidung sei noch nicht gefallen, betonte Finanzchef Dave Bergman in einer Telefonkonferenz. Doch im Moment sei die Location eventuell für jemand anders besser geeignet. Unabhängig von der Entscheidung, die dort getroffen werde, bleibe der Mietvertrag bestehen. Geprüft würden Untervermietungsoptionen.
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