Ein deutlich rückläufiges Europa-Geschäft bescherte Asics einen holprigen Jahresauftakt. 14% hat der japanische Sportartikelkonzern in der wichtigsten Exportregion verloren, die für etwa ein Viertel der Gesamterlöse steht. Vor allem das rückläufige Running-Business mit Wholesale-Partnern ließ die Erlöse schrumpfen, die sich in den ersten drei Monaten des Jahres auf 24,7 Mrd. Yen (fast 200 Mio. Euro) beliefen.

Das Europa-Geschäft geht seit drei Jahren zurück. Allerdings hatten sich die Jahresumsätze von 2012 bis 2015 in dieser Region mit einem Anstieg auf 116 Mrd. Yen fast verdoppelt. 2018 lagen die Konzernerlöse bei rund 106 Mrd. Yen.



Die wichtige Performance-Sparte verlor in Europa sogar 17%, währungsbereinigt waren es 12%.

Hohe Erwartungen sind geknüpft an das neue Running-Flaggschiff Metaride und den Launch eines Value-Modells im Oktober. Einen Performance-Push für das laufende Quartal erhofft sich das Unternehmen auch vom Launch des Gel-Cumulus 21 und dem Gel-Kayano 26.

Weltweit gingen die Umsätze in den ersten drei Monaten um 5,7% auf 98,7 Mrd. Yen (0,8 Mrd. Euro) zurück. Eine Trendwende ist allerdings in Nordamerika zu verzeichnen, wo Asics das erste Mal nach 14 Quartalen wieder wachsende Umsätze ein leichtes auf 19,8 Mrd. Yen verbuchen konnte.

Sehr positiv entwickelt sich auch das Direktgeschäft mit den Verbrauchern, das weltweit um 16% auf 25,6 Mrd. Yen angestiegen ist. Die E-Commerce-Wachstumsrate beträgt sogar 56%.

Im Gegensatz zu den Mitbewerbern, die derzeit höchste Wachstumsraten in China erzielen, verzeichnet Asics dort rückläufige Erlöse. Laut Asics ist das auf den Switch von Distributoren- auf Direktgeschäft zurückzuführen, der teilweise im Reich der Mitte erfolgt sei.
Das könnte Sie auch interessieren