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TW Sports
Sechs Jahre ohne Lohnerhöhungen

Karstadt Sports: Verdi ruft zum Warnstreik auf

Im Mai 2013 stieg Karstadt aus der Tarifbindung aus. Seither sind laut der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sechs Verhandlungsrunden gescheitert. Nach sechs Jahren ohne Lohnerhöhungen solle nun durch einen Warnstreik in den Karstadt Sports-Filialen in Berlin und Brandenburg der Druck auf Karstadt-Eigner René Benko erhöht werden.


Verdi hat die Beschäftigten von Karstadt Sports in Berlin und Brandenburg zu einem Streik am morgigen Mittwoch aufgerufen. Betroffen sind die Filialen am Kranzler-Eck, im Boulevard Steglitz und in Wildau. Der Streik soll von 7 bis 21 Uhr andauern. Die betroffenen Geschäfte werden dennoch „uneingeschränkt geöffnet” sein, heißt es dazu aus dem Unternehmen.



„Durch den Austritt aus der Tarifbindung 2013 mussten die 1200 Beschäftigten von Karstadt Sports in den letzten sechs Jahren massive Lohneinbußen hinnehmen”, so Verdi-Verhandlungsführerin Conny Weißbach. Etwa in der Filiale in Berlin-Brandenburg würde ein Verkäufer im Monat 326 Euro weniger verdienen als bei einem tarifgebundenen Einzelhandelsunternehmen. „Jetzt liegt die Bringschuld beim Arbeitgeber, damit wir endlich in den Verhandlungen vorankommen, eine Standort- und Beschäftigungssicherung abschließen und unser Ziel, die Anerkennung der Flächentarifverträge, erreichen können”, sagt Weißbach.



Karstadt Sports gehört zu der neuen Kaufhaus Holding Galeria Karstadt Kaufhof. Ebenso die Offprice-Kette Saks Off 5th, deren acht deutsche Filialen nach TW-Informationen aus dem Unternehmensumfeld geschlossen und zu Karstadt Sports-Filialen umgewandelt werden sollen. Anfang April teilte Verdi mit, dass alle 30 Mitarbeiter des Saks Off 5th-Flaggschiffs im Düsseldorfer Carsch-Haus betriebsbedingt gekündigt wurden. Die Mitarbeiter an den Standorten Frankfurt, Bonn, Heidelberg und Wiesbaden hätten Angebote für eine neue Beschäftigung erhalten.

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