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Seit sieben Jahren Mehrheitseigner

Calida will Lafuma vollständig übernehmen

imago images / Pius Koller
Die Calida Group hat ihren Hauptsitz im schweizerischen Sursee.
Die Calida Group hat ihren Hauptsitz im schweizerischen Sursee.

In den vergangenen Jahren hat die Calida Holding immer wieder ihre Anteile am französischen Outdoor-Label Lafuma aufgestockt. Jetzt geben die Schweizer bekannt, ein Übernahmeangebot für das gesamte Unternehmen starten zu wollen.

Aktuell hält die Calida Group bereits 93,5% des Aktienkapitals und der Stimmrechte an der französischen Sportbekleidungsgruppe. Nun beabsichtigt sie, ein Übernahmeangebot für alle restlichen Aktien bei ihrer an der Euronext in Paris/Frankreich notierten Tochtergesellschaft Lafuma SA einzureichen. Calida bietet den Publikumsaktionären einen Preis von 17,99 Euro pro Lafuma-Aktie. Als Basis dient eine Prämie von 5,7% gegenüber dem Volume Weighted Average Price (VWAP) der vergangenen 60 Kalendertage. Insgesamt beläuft sich das Transaktionsvolumen damit auf rund 8,2 Mio. Euro.

Unabhängig vom Ausgang des öffentlichen Angebots, plant die Calida Holding nach dessen Abschluss eine Kraftloserklärung aller nicht angedienten Lafuma-Aktien zum gleichen Preis wie das öffentliche Übernahmeangebot. Konkret bedeutet das, dass die Aktien von Publikumsaktionären, die diese im Rahmen des öffentlichen Angebots nicht andienen, für kraftlos erklärt werden. Sie erhalten eine Entschädigung in Höhe des Angebotspreises.



Seit 2013 ist Calida Mehrheitseigner von Lafuma. Die Beteiligung von anfangs 59,9% wurde stetig ausgebaut. Zum Schweizer Konzern gehört neben den Wäschemarken Calida und Aubade der Outdoor-Ausrüster Millet. Außerdem ist die Gruppe Eigentümerin des Gartenmöbel-Herstellers Lafuma Mobilier. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres hat die Calida Group einen Umsatz von 146 Mio. Schweizer Franken (136 Mio. Euro) erwirtschaftet. Das entspricht einem Minus von währungsbereinigt 14,6%.

Für Überraschung sorgte Anfang dieses Monats der Rücktritt von CEO Reiner Pichler, der seit 2015 an der Spitze stand. Nach Unternehmensangaben wird er die Calida Group jedoch weiterführen, bis die Nachfolge geklärt ist.

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