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Seitenwechsel: Von Nike zu einem der wichtigsten Wholesale-Partner

Prominenter Zugang im JD Sports-Verwaltungsrat

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Seine Markt- und Marken-Expertise bringt der frühere Nike Europachef Bert Hoyt nun in den Verwaltungsrat von JD Sports ein.
Seine Markt- und Marken-Expertise bringt der frühere Nike Europachef Bert Hoyt nun in den Verwaltungsrat von JD Sports ein.

Der britische Sportsfashion- und Sneaker-Filialist JD Sports hat sich prominente Verstärkung geholt. Die Berufung des früheren Nike Europa-Chefs Bert Hoyt in den Verwaltungsrat kommt nur wenige Tage, nachdem die britische Aufsichtsbehörde CMA die geplante Übernahme des Konkurrenten Footasylum erneut vorläufig untersagt hat. Mit einer Begründung, die JD Sports nicht nachvollziehen kann. Das DTC-Business der großen Marken habe sehr viel größere Auswirklungen auf den Markt als der Zusammenschluss zweier Händler, betont JD Sports-Chef Peter Cowgill.

Bert Hoyt ist neues Mitglied im Verwaltungsrat von JD Sports. Damit holt der britische Filialist einen Manager an Bord, der mehr als 20 Jahre Erfahrung bei einem der zwei wichtigsten JD Sports-Lieferanten mitbringt. Er war bis vor einem Jahr Vice President/General Manager für die EMEA-Region inklusive Deutschland bei Nike, verabschiedete sich dann in den Ruhestand.



"Bert verfügt über ein umfassendes Wissen über den Markt, in dem JD tätig ist, sowie über ein tiefes Verständnis der wichtigsten Lieferantenbeziehungen, der Marktdynamik und der internationalen Geschäftstätigkeit", betont JD Sports Executive Chairman Peter Cowgill. Diese Personalie wird nicht die letzte Veränderung in dem Gremium sein. "Ich freue mich auch, bestätigen zu können, dass wir erhebliche Fortschritte bei der Ernennung weiterer Boardmitglieder machen, die die Zusammensetzung, die Fähigkeiten und das Gleichgewicht des Boards verbessern werden."

DTC-Bestrebungen der großen Player prägen den Markt

Als Sportsfashion und Sneaker-Filialist sieht sich JD Sports in besonderem Maße von den wachsenden DTC-Bemühungen der wichtigsten Lieferanten herausgefordert. Die Ernennung Hoyts kommt nur wenige Tage, nachdem die britische Aufsichtsbehörde CMA die geplante Übernahme des Konkurrenten Footasylum erneut vorläufig untersagt hat.


Eine Entscheidung, die Cowgill nicht nachvollziehen kann. Die CMA befürchte eine "erhebliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs" durch den Zusammenschluss zweier Händler – dabei werde der sehr viel stärker geprägt durch die DTC-Bestrebungen der Marken. Diese seien durch Covid-19 noch weiter befeuert worden. Das sei "unbestreitbar".


"Wir haben überzeugende Argumente für die DTC-Positionierung der globalen Marken und die daraus resultierenden Auswirkungen auf einen extrem wettbewerbsintensiven Markt vorgebracht. Ich bin fassungslos und enttäuscht, dass diese abgelehnt wurden. Ich bin mir nicht sicher, welche weiteren Beweise die CMA benötigt, um das Ausmaß dieses dynamischen Wandels zu erkennen, der durch Covid-19 erheblich beschleunigt wurde", so Cowgill.


Die Tansaktion werde den Wettbewerb nicht einschränken, betont der JD Sports-Chef. „Im Gegenteil, die Freigabe würde JD in die Lage versetzen, in Footasylum zu investieren und mit dem Managementteam zusammenzuarbeiten, um die Qualität, das Angebot und die Auswahl an Produkten für die Verbraucher zu verbessern, was der britischen High Street, die durch eine Reihe von hochkarätigen Schließungen dezimiert wurde, weitere Vorteile bringen wird.“ Der abschließende Bericht der CMA soll im Oktober veröffentlicht werden.


Dass JD Sports mit weiteren Akquisitionen national wie international wachsen will, ist bekannt. Aktuell sind die Briten Medienberichten zufolge auch als Interessent für den Online-Retailer Missguided im Gespräch. Im Februar teilte das Unternehmen mit, es habe insgesamt 464 Millionen Pfund (544 Mio. Euro) durch neue Aktien aufgenommen, um weitere Übernahmen finanzieren zu können

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