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Ski- und Golfsportlabel in neuen Händen

Übernahme: Kjus geht an Acushnet

Kjus
Kjus bietet in seinem Online-Shop Bekleidung für Damen, Herren und Kinder.
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Kjus bekommt einen neuen Besitzer. Wie der US-Spezialist für Golfbekleidung und -ausrüstung Acushnet Holdings mittteilt, übernimmt er das Schweizer Premium-Ski- und Golfsportlabel. Die Verhandlungen dazu seien Anfang Juli abgeschlossen worden, erklärte eine Kjus-Sprecherin. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.


„Wir sind beeindruckt von Kjus' Erfolgen in der Sparte Golfbekleidung und freuen uns sehr, das Label in die Acushnet-Familie aufzunehmen“, sagt David Maher, CEO und President von Acushnet Holdings aus Fairhaven/Massachusetts. Die Premium-Positionierung des Labels auf dem Ski- und Golfsportmarkt biete gute Chancen. Künftig wolle man eng mit dem Kjus-Management zusammenarbeiten, „um das Potenzial der Marke zu maximieren“. Das Unternehmen werde weiterhin von seinem weltweiten Sitz in Hünenberg in der Schweiz und von seinem Nordamerika-Sitz in Boulder/Colorado agieren.

Nach Angaben von Acushnet Holdings sollen die beiden Bereiche Golf und Ski weiterhin „von den langjährigen Unternehmenschefs Nico Serena und Brooke Mackenzie geführt werden“. Unternehmensmitgründer Didi Serena hatte den Posten des CEO Anfang des Jahres 2017 an seinen Sohn Nico übergeben. Er wird künftig President der Ski-Division sein. Luke Reese, der maßgeblich am Aufbau des Kjus-Golfgeschäfts beteiligt war, und Mitgründer Didi Serena sollen weiterhin als Berater für das Unternehmen tätig sein.

President der Ski-Division: Nico Serena
Kjus
President der Ski-Division: Nico Serena
Für Kjus startet ein aufregendes, neues Kapitel", sagt Nico Serena. Er sei davon überzeugt, dass die Aufnahme von Kjus in das Portfolio von Acushnet einen sehr positiven Effekt haben werde. Der Schritt eröffne dem Label bedeutende Wachstumschancen, erklärt auch Didi Serena.

Die erste Kjus-Kollektion wurde im Jahr 2000 von dem Skirennläufer und Olympiasieger Lasse Kjus und dem Schweizer Unternehmer Didi Serena auf den Markt gebracht. Nach eigenen Angaben hatte es sie damals gestört, dass keine Skibekleidung mit Bewegungsfreiheit und Komfort auf dem Markt zu finden gewesen sei. „Diese Lücke“ wollten sie schließen. Rund ein Jahrzehnt später hat das Unternehmen das Segment Golf in sein Portfolio aufgenommen. Laut Kjus werden die Produkte heute in über 30 Ländern verkauft. Als Mutterunternehmen des Labels fungierte bisher die LK International AG im Schweizerischen Cham.

Der 1932 gegründete Golfsport-Spezialist Acushnet zählte bisher fünf Labels zu seinem Portfolio: Titleist (Ausrüstung), FootJoy (Bekleidung und Schuhe), Vokey Design (Wedges), Scotty Cameron (Putter) und Pinnacle (Bälle).

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