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Spitzenposition im deutschen Sporthandel

Sport 2000: Der Erfolg in Zahlen

Sport 2000
Das Absolute-Format ist das Sport 2000-Retail-Format mit der größten Verbindlichkeit. "Alle Absolute-Händler haben innerhalb des Eröffnungsjahres den Break-even erreicht", betont Sport 2000-Geschäftsführer Hans-Hermann Deters. Im Bild: Absolute Run in Augsburg.
Das Absolute-Format ist das Sport 2000-Retail-Format mit der größten Verbindlichkeit. "Alle Absolute-Händler haben innerhalb des Eröffnungsjahres den Break-even erreicht", betont Sport 2000-Geschäftsführer Hans-Hermann Deters. Im Bild: Absolute Run in Augsburg.

Vom Geschäftsmodell einer reinen Einkaufsorganisation haben sich die Verbundgruppen verabschiedet. Sport 2000 hat sich auf dem Weg zu einer Retail-Service-Organisation auf die sogenannten Spezialisten fokussiert und auch große Online-Player als Partner gewonnen – zwei besonders erfolgreiche Säulen. Diese vor zehn Jahren eingeleitete Strategie trägt Früchte.

Der Außenumsatz der Sport 2000-Partner erreichte 2021 einen Rekordwert von 2,77 Mrd. Euro. Das ist ein Plus von 29% zum Vorjahr. Das ist allerdings kein bereinigter Wert, sondern spiegelt auch die erfolgreiche Akquise neuer umsatzstarker Partner wie dem Online-Spezialisten Bergfreunde wider.

Ende 2021 gehörten 974 Unternehmen mit 1527 Verkaufsstellen zum Sport 2000-Verbund. 2014 waren es 805 Händler mit 1090 POS. Der Zugewinn von 36 neuen Händlern konnte den Verlust von 78 Partnerunternehmen sowohl was Umsatz als auch was Verkaufsstellen angeht mehr als kompensieren. Rund zwei Drittel der Händler (627) sind Spezialisten. Die meisten von ihnen sind Outdoor-Spezialisten (167), gefolgt von Händlern mit klarem Fokus auf Teamsport (148) und Running (114).

Entwicklung Zentralregulierungs-Umsatz

Der ZR-Umsatz, den Sport 2000 für seine Partner mit den Lieferanten zentralreguliert, ist seit 2013 kontinuierlich gestiegen – mit Ausnahme des Coronajahrs 2020. Im Jahr 2013 lag dieser ZR-Umsatz bei 588,13 Mio. Euro. Mittlerweile rechnet die Zentrale in Mainhausen mehr als eine Milliarde Euro (1,04 Mrd. Euro) mit der Industrie ab. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 7,4%.

Noch entfällt die Hälfte des ZR-Umsatzes auf stationäre Vertriebsformen. Doch dieser Kanal ist der mit Abstand am wenigsten dynamische: Einem Plus von 0,6% bei stationären Händlern steht ein Online-Plus von 16,1% bzw. ein Plus von 24% bei den Händlern gegenüber, die mindestens die Hälfte ihres Umsatzes online machen.

Das Feld der stationären Generalisten steht angesichts der Marktentwicklungen am stärksten unter Druck. Zukunftsfähig werden sie nach Einschätzung von Sport 2000 durch eine Entwicklung hin zu Multi Category-Spezialisten. Also weg vom Bauchladen mit zig Sportarten ohne wirkliche Sortimentstiefe hin zum kompetenten Anbieter einer Handvoll Fokus-Kategorien.

In der Theorie sind die Unterschiede zwischen den Zielen der beiden Konkurrenten Sport 2000 und Intersport zum Teil also gar nicht so groß. In der Exekution gehen die Gruppen allerdings unterschiedliche Wege: Intersport will über verpflichtende CI-Verträge sicherstellen, dass überall dort, wo Intersport dran steht, auch Intersport drin ist. Wer diesen Vertrag nicht unterschreibt, kann im Verbund bleiben, muss aber das Intersport-Schild über der Tür abschrauben.

Eine solche Verpflichtung gibt es bei Sport 2000 nicht – das wäre angesichts der Händlerstruktur mit vielen Spezialisten auch nicht realistisch. Die Stärke und das Know-how der Spezialisten wird genutzt, um zum Beispiel Konzepte zu entwickeln, mit denen sich die Generalisten fokussieren können – wenn sie das möchten.

Um den einzelnen Divisionen mehr Schlagkraft zu geben, hat Sport 2000 im vergangenen Jahr die Organisation umgebaut. Als Leiter der Division Outdoor unterstützt zum Beispiel Tim Wahnel nicht nur die stationären und Online-Spezialisten, sondern auch die Generalisten mit Outdoor-Sortiment.

Das verbindlichste Format im Sport 2000-Kosmos ist das Absolute-Format, sozusagen ein Soft-Franchise-Konzept, das bislang für die Bereiche Teamsport und Running umgesetzt wurde. Für Händler, die sich für dieses Format entscheiden, gibt es verbindliche Vorgaben für Corporate Design, Store fit, Marketing und Datenaustausch. Außerdem müssen mindestens 70% des Sortiments mit den vorgegebenen Fokus-Marken bespielt werden.

Weitere Eröffnungen für beide Konzepte sind fixiert, acht Absolute Teamsport-Stores allein für das erste Halbjahr 2022. Bei Absolute Run steht die Expansion in die Benelux-Länder bevor. Gearbeitet wird aktuell an einem Absolute Fitness-Konzept – allerdings zunächst nur als digitales Format auf der frisch relaunchten Sport2000-Online-Plattform.
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