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Sport- und Lifestyle-Messe in München

Ispo Munich wird zum Hybrid-Event

Ispo Munich
Interaktion und Innovation unter besonderen Voraussetzungen. Die Maskenpflicht gilt auf der Ispo in den Hallen, aber auch auf dem Außengelände, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
Interaktion und Innovation unter besonderen Voraussetzungen. Die Maskenpflicht gilt auf der Ispo in den Hallen, aber auch auf dem Außengelände, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Trotz der Corona-Pandemie soll die Sport- und Lifestyle-Messe Ispo in München im Winter stattfinden. Geplant ist sie allerdings in neuartiger Form − und zwar physisch und digital. Vom 31. Januar bis zum 3. Februar 2021 wird die Messe erstmals als Hybrid-Event veranstaltet, teilt die Ispo Munich mit.

„Vor allem vor dem Hintergrund möglicher Reiserestriktionen bieten die digitalen Elemente die ideale Basis für die Einbindung globaler Zielgruppen“, erklären die Veranstalter. Während vor Ort insbesondere die Vertreter aus den europäischen Märkten erwartet würden, erleichtere die „digitale Verlängerung“ den Zugang für das interkontinentale Publikum. „Der Wunsch neue Potenziale, Partnerschaften und Geschäftsmodelle zu präsentieren und zu diskutieren, ist größer denn je. So wird es uns von der Industrie gespiegelt und entsprechend haben wir auch unser Konzept aufgesetzt“, erklärt Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München.


Zahlreiche physische und digitale Beteiligungsmöglichkeiten rund um die Fokusthemen Kreativität und Digitalisierung sowie Gesundheit und Nachhaltigkeit versprechen die Veranstalter. So sei zum Beispiel – neben den Produktpräsentationen in den Messehallen – über sogenannte integrierte Hybrid Stages die Teilnahme an den Präsentationen, Vorträgen und Workshops nicht nur vor Ort, sondern weltweit möglich. Marken, Key Player und Athleten sollen sich dort mit ihrem Publikum austauschen. Integriert sind auch die jeweils eintägigen Konferenzformate Ispo Digitize Summit (1.2.) sowie Sports Tech Conference Europe (2.2.).

Neu in diesem Jahr ist zudem die Öffnung für die Endkunden auf digitaler Ebene. „Neben dem Fachpublikum erhalten erstmals auch Endkonsumenten die Möglichkeit der digitalen Partizipation und zum direkten Dialog mit der Branche. Mit Präsentationen, Workshops und Masterclasses haben Marken und Unternehmen die Möglichkeit, sich Sport- und Outdoor-Fans auf der ganzen Welt digital zu präsentieren und mit ihnen in den Austausch zu gehen“, teilt die Messe München mit. Der persönliche Austausch auf dem Messegelände bleibe aber weiterhin dem Fachpublikum vorbehalten.

Mehr Flexibilität

Wie die Münchner außerdem mitteilen, wird es für die Aussteller flexiblere Stornobedingungen und veränderte Deadlines geben. Entscheidet sich ein Aussteller beispielsweise nach der Teilnahmebestätigung bis Mitte November für einen Rücktritt, reduziert die Messe München die Stornogebühr von 100% auf 25% der gebuchten Fläche. Die Stornierung ist kostenlos für alle Aussteller, die aufgrund von Reisebeschränkungen nicht nach München kommen können, teilen die Veranstalter mit. Zudem gebe es über die reguläre Ausstelleranmeldefrist hinaus, die bereits am 31.7.2020 ablief, die Möglichkeit sich anzumelden. Auf Wunsch könne auf vorgebaute Stände zurückgegriffen werden, um kostengünstig und effizient an der Veranstaltung teilzunehmen.

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie wird mit verkleinerter Fläche und weniger Ausstellern gerechnet, so ein Sprecher. Konkrete Angaben dazu werden bisher nicht gemacht. Auch Ausstellernamen nennt die Ispo noch nicht. Im vergangenen Jahr kamen 2850 Aussteller, die in 18 Hallen über 100.000m² Fläche (gebuchte Stände) belegten.

Social Distancing und Maskenpflicht

Trotz aller digitalen Services und Angebote, halten die Veranstalter die Präsenz vor Ort in München für sehr wichtig: „Auch wenn sich vieles digital lösen lässt, ist der Wunsch nach persönlichen Treffen und Austausch durch Corona nochmals deutlich verstärkt worden“, sagen sie. Deshalb habe man ein umfangreiches Schutz- und Hygiene-Konzept zusammen mit der Bayerischen Staatsregierung entwickelt. Dazu gehört – neben den Hygienevorschriften und Abstandsregeln − u.a. eine Maskenpflicht in den Hallen sowie außerhalb auf dem Messegelände, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Internationale Besucher dürften als Messeteilnehmer − unter Berücksichtigung bestimmter Einreisebestimmungen − aus allen Ländern nach Deutschland einreisen, da sie „Geschäftsreisende mit wichtigem Grund“ seien, so die Messe München.

Von Urban Culture bis Nature Escapes

Die Messehallen werden 2021 in folgende Segmente gegliedert sein: Urban Culture, Connected Athletics, Team Sports & Spirit, Adrenaline & Adventure, Performance, Body & Mind, Sophisticated & Exclusive, Nature Escapes, Textile Prevision und Sourcing. Erstmals gibt es zwei neue Kategorien – die Lifestyle Halls für Innovationen und Produktpräsentationen und die Experience Hall mit den Hybrid Stages und dem Ispo Digitize Summit. Die Experience Hall soll unter anderem für Interaktion, neues Wissen und das Netzwerken stehen.

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