Der US-Sportartikelhersteller Under Armour streicht mehr als 400 Stellen, bzw. 3% der weltweiten Arbeitsplätze, um Kosten zu sparen. Die Aufwendungen für das Sparprogramm werden durch die Abfindungen nun höher ausfallen als ursprünglich geplant. 

Im Rahmen des zu Jahresbeginn eingeleiteten Restrukturierungsprogramms seien weitere Sparmaßnahmen identifiziert worden, teilt das Unternehmen mit Sitz in Baltimore/Maryland am Donnerstag mit. Dies führe allerdings auch zu höheren Restrukturierungskosten. Waren dafür zuletzt 190 bis 210 Mio. US-Dollar (161,5 bis 178,5 Mio. Euro) veranschlagt worden, seien es nun etwa 200 bis 220 Mio. USD, aufgrund von Abfindungszahlungen in Höhe von 10 Mio. USD.

"In unserem unermüdlichen Streben, ein operativ exzellentes Unternehmen zu führen, treffen wir weiterhin schwierige Entscheidungen, um sicherzustellen, dass wir am besten positioniert sind, um Erfolge zu erzielen", erklärte Finanzchef David Bergman. 

Ende 2017 hatte Under Armour weltweit 15.800 Beschäftigte. Der Stellenabbau soll bis Ende März 2019 abgeschlossen sein.

Der operative Verlust im Gesamtjahr werde nun mit etwa 60 Mio. USD kalkuliert, nachdem zuvor 50 bis 60 Mio. USD veranschlagt worden waren. Rechne man den Einfluss des Restrukturierungsplans heraus, werde ein operatives Ergebnis zwischen 140 bis 160 Mio. USD erwartet, nach 130 bis 160 Mio. USD in der vorangegangenen Prognose. Bei dem um Sondereffekte bereinigten Gewinn pro Aktie visiert der Vorstand nun 0,16 bis 0,19 USD anstatt 0,14 bis 0,19 USD an.

Im Geschäftsjahr 2017 stiegen die Umsätze von Under Armour dank eines starken Auslandsgeschäfts um 3% auf 5 Mrd. USD. Allerdings verlor das Unternehmen Marktanteile im US-Heimatmarkt, wo die Umsätze um 5% auf 3,8 Mrd. USD schrumpften.
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