Der französische Sportartikeldiscounter Decathlon plant offenbar, den ohnehin schon sehr hohen Eigenmarkenanteil weiter auszubauen. Wie es heißt, soll Decathlon laut der französischen Fachzeitschrift Sport Éco bereits mehrere Lieferanten darüber informiert haben, Bestellungen zu reduzieren und bis 2020 sogar komplett einzustellen.

Die Details zur Eigenmarkenstrategie des Unternehmens kommentierte eine Sprecherin auf Nachfrage der TextilWirtschaft nicht, allerdings räumt sie ein, dass es eine Zukunftsvision des Unternehmens sei, alle Produkte selbst zu entwickeln. Derzeit liegt der Eigenmarkenanteil von Decathlon bereits bei 80 bis 85%. Neu eingeführt wurde jetzt die Eigenmarke Atorka für Handballprodukte. Auf Wachstum stehen die Zeichen bei den Franzosen allemal: Nach fast einem halben Jahr Bauzeit wird diese Woche der erweiterte Teil des Logistikzentrums in Schwetzingen fertiggestellt. Die neue Halle wird rund 10.000m² umfassen und soll die Gesamtkapazität auf 40.000m² erhöhen. Der neu geschaffene Platz soll laut einer Mitteilung vor allem gewährleisten, Prozesse schnellstmöglich durchzuführen. Mit der Erweiterung werden zudem rund 200 neue Arbeitsplätze in der Rhein-Neckar-Region entstehen.

Außerdem sollen im Laufe dieses Jahres weitere Filialen im Berliner Hauptbahnhof (Eröffnungsdatum: 29. Juni), im Frankfurter Nordwestzentrum (17. August), in Senden (Herbst 2018), Braunschweig (Ende 2018), Bielefeld (Ende 2018), Dortmund (Ende 2018), Lörrach (Ende 2018) sowie in Hamburg-Harburg und Dresden eröffnen. In Ludwigsburg sollen die Franzosen gut unterrichteten Kreisen zufolge Nachmieter des polnischen Filialisten Reserved im Marstall-Center werden.

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