Under Armour rutscht weiter in die roten Zahlen. Der US-amerikanische Sportartikelhersteller musste im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Nettoverlust von 30 Mio. US-Dollar hinnehmen nach 2,3 Mio USD im Vergleichsquartal des Vorjahres. Im gesamten Jahr 2017 war ein Minus von 48 Mio. USD aufgelaufen.

Der in Baltimore ansässige Konzern begründet die Entwicklung mit der laufenden Umstrukturierung, für die Kosten in Höhe von 110 bis 130 Mio. USD einkalkuliert seien. Um die Restrukturierungskosten bereinigt, kommt Under Armour im ersten Quartal auf einen Nettogewinn von 1 Mio. USD.



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Under Armour: Restrukturierung geht auch 2018 weiter

Kevin Plank


Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitrum um 6% auf 1,2 Mrd. USD. Das Wholesale-Geschäft wuchs um 1% auf 779 Mio. USD, das Endkundengeschäft verbesserte sich um 17% auf 352 Mio. USD. Im Handel mit Bekleidung erhöhten sich die Erlöse um 7% auf 766 Mio. USD. Dagegen stiegen die Schuhumsätze nur um 1% auf 272 Mio. USD.

Während der Heimatmarkt Nordamerika mit einem Minus von 1% schwächelte, gab es im internationalen Geschäft einen deutlichen Umsatzsprung von 27%. Am stärksten entwickelte sich die Region Asien-Pazifik, in der die Erlöse um 35% stiegen. Zweitstärkster Auslandsmarkt war die Region Europa, Nahost und Afrika (EMEA), die um 23% zulegte.  

Für das Gesamtjahr erwartet das Management ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich und einen Nettogewinn von 20 bis 30 Mio. USD.

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