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Sporthändlerverbund

Sport 2000 International: Sports Direct-Trennung halbiert Umsatz

Sport 2000 International
Margit Gosau, CEO von Sport 2000 International: "Wir treten nun in die nächste Phase unserer Zukunftsstrategie 2021 ein."
Margit Gosau, CEO von Sport 2000 International: "Wir treten nun in die nächste Phase unserer Zukunftsstrategie 2021 ein."

Die zweitgrößte Verbundgruppe Europas im Sporthandel, Sport 2000 International, erzielte 2017 einen Gesamtumsatz von 3,818 Mrd. Euro. Der vergleichbare Vorjahresumsatz lag bei 3,6 Mrd. Euro. Dieser Wert ist um den Umsatz des britischen Sporthändlers Sports Direct International (SDI) bereinigt, der kein Lizenzpartner von Sport 2000 International mehr ist. Der Gesamtumsatz des Verbundes lag 2016 bei 6,9 Mrd. Euro.

Im vergangenen Jahr hat die Verbundgruppe Lizenzpartner in vier neuen Märkten gewinnen können. Hinzugekommen sind Spanien, Belgien, der Mittlere Osten und Ungarn. Vor allem in Großbritannien und in Polen sei man offen für strategische Partnerschaften. "Wir treten nun in die nächste Phase unserer Zukunftsstrategie 2021 ein", sagt Margit Gosau, CEO von Sport 2000 International. "Das Ziel ist, Sport 2000 langfristig zu einer integrierten, vertikal orientierten Retail Service Organisation mit starker Entscheidungsfähigkeit und einer starken Konsumenten-Marke in ganz Europa zu machen."

Dabei rücke die Sporthändlerorganisation zunehmend Themen wie die Entwicklung neuer Retailformate zur Stärkung der Spezialisten- und Generalistenformate, eine klare Strategie zur Sortimentsgestaltung, die Gewinnung von Point of Sale-Daten sowie eine einheitliche Omni-Channel-Plattform in den Fokus. "Die Konsolidierung der POS-Daten auf internationaler Ebene wurde intern kräftig angeschoben und wird in den nächsten Monaten massiv in den Fokus gestellt. Wir sehen in der länderübergreifenden POS-Datengewinnung enormes Potenzial, um unseren Händlern zukünftig einen noch höheren Servicegrad in der Sortimentsgestaltung zu bieten und die Kunden im Geschäft zu überzeugen."

Die Realisierung einer Omni-Channel-Lösung für die Sport 2000-Händler in den Kernmärkten ist für die kommenden zwei Jahre geplant. "Eine einheitliche Omni-Channel-Lösung setzt die Anbindung aller Händler, nationaler Zentrallager sowie Markenpartner voraus. Ein sehr komplexes Projekt, das uns nicht zuletzt aufgrund der unterschiedlichen Händlerstrukturen in den Ländern in der nächsten Zeit intensiv beschäftigen wird", sagt Gosau.

Im Rahmen der jährlichen Generalversammlung wurde Holger Schwarting, Vorstand von Sport 2000 Österreich, als Aufsichtsratsvorsitzender von Sport 2000 International wiedergewählt. Der Aufsichtsrat wurde bestätigt und setzt sich nach wie vor wie folgt zusammen: Vorsitzender Holger Schwarting, Österreich; stellvertretender Vorsitzender Matthias Grevener, Deutschland; Heiner Olbrich, Deutschland; Marius Rovers, Niederlande; Hans-Peter Rasmussen, Dänemark; Jean-Louis Parent, Frankreich und Hans-Hermann Deters, Deutschland.
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