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Stärkung einer Region mit strategischer Priorität

Adidas verstärkt Nordamerika-Management

Lord & Tailor
Kein schlechter Tausch: Vanessa LeFebvre wechselt vom angeschlagenen Warenhaus-Filialisten Lord & Taylor zum prosperierenden Sportartikel-Hersteller Adidas.
Kein schlechter Tausch: Vanessa LeFebvre wechselt vom angeschlagenen Warenhaus-Filialisten Lord & Taylor zum prosperierenden Sportartikel-Hersteller Adidas.

Vergangene Woche war Vanessa LeFebvre von der Spitze des Warenhaus-Filialisten Lord & Taylor zurückgetreten. Jetzt ist bekannt, wohin sie wechselt: Sie wird Senior Vice President Commercial der Nordamerika-Sparte von Adidas. Die Position wird neu geschaffen. LeFebvre tritt ihren neuen Posten am 8. Juli an.

LeFebvre berichtet dann direkt an Zion Armstrong, der vergangenes Jahr zum President des Nordamerika-Geschäfts befördert wurde. Adidas entwickelt sich auf dem Kontinent deutlich dynamischer als im Heimatmarkt. Für 2019 erwartet der Nike-Rival ein einstelliges Wachstum auf dem nach wie vor größten Sportmarkt der Welt. Im ersten Quartal 2019 betrug es 11%, abzüglich positiver Währungseffekte 3%.


2018 hatte Nordamerika mit einem Umsatz von 4,7 Mrd. Euro auf Rang drei hinter Asien-Pazifik (7,1 Mrd. Euro) und Europa (5,9 Mrd. Euro) gelegen. Bis 2020 soll der Umsatz der Marke Adidas auf 5 Mrd. Euro steigen. 2018 entfielen in Nordamerika auf die Hauptmarke 4,3 Mrd. Euro.



Der Fokus geht allerdings über den Ausbau von Marktanteilen hinaus: Das Geschäft soll profitabler werden. Zwar konnte die operative Marge 2018 um 3,9 Prozentpunkte verbessert werden. Dennoch bildet die Region mit einer operativen Marge von 14,9% das Schlusslicht. Auf Rang eins steht Asien-Pazifik (32,7%), gefolgt von Emerging Markets (27,8%), Russland/GUS (24,6%), Europa (20%) und Lateinamerika (17,1%).

Dazu heißt es im jüngsten Adidas-Konzernlagebericht: „Nordamerika ist mit einem Anteil von etwa 40 % der größte Markt innerhalb der Sportartikelbranche. Gleichzeitig hat die Marke Adidas in Nordamerika im Vergleich zu anderen Regionen einen relativ geringen Marktanteil, sodass Nordamerika für uns aus geografischer Sicht die größten Wachstumschancen bietet. Um die Gesamtpositionierung der Marke adidas in der Region zu verbessern, hat Nordamerika für uns eine strategische Priorität, und wir haben unsere Investitionen in dieser Region bereits erheblich erhöht, um so unsere Relevanz und Sichtbarkeit für die Konsumenten zu steigern.“

LeFebvre: Kurzes Gastspiel bei L&T

Vanessa LeFebvre, die bisher als President die HBC-Tochter Lord&Taylor leitete, hatte vor einer Woche angekündigt, dass sie die New Yorker Warenhaus-Gruppe verlassen wird. Sie war im Mai 2018 vom börsennotierten Curated Shopping-Anbieter Stitch Fix zu Lord & Taylor gewechselt. Bei dem New Yorker Unternehmen hatte sie schon ihre berufliche Laufbahn begonnen und zehn Jahr dort gearbeitet – unter anderem als Einkäuferin. Anschließend war sie in leitenden Funktionen für verschiedene Einzelhandelsunternehmen tätig – unter anderem Macy's und TJX Companies. Bei Stitch Fix war LeFebvre vor allem für das Merchandising im Segment Damenmode verantwortlich.
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