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Startschuss für The Good Run

Erster Online-Shop für nachhaltige Running-Produkte

The Good Run
Die ersten The Good Run-Produkte sind als Dankeschön für die Crowdfunding-Community entstanden. Der Fokus liegt jetzt allerdings erstmal auf dem Online-Shop.
Die ersten The Good Run-Produkte sind als Dankeschön für die Crowdfunding-Community entstanden. Der Fokus liegt jetzt allerdings erstmal auf dem Online-Shop.

Mit The Good Run ist der erste Online-Shop gestartet, der seinen Fokus auf nachhaltige Produkte für Läufer setzt. "Für die gibt es bislang keine richtige Plattform", sagt Mitgründerin Kathi Hoffmann. "Und da wollen wir künftig die erste Adresse sein."

Jedes angebotene Produkt soll mindestens einen ökologischen, wirtschaftlichen oder sozialen Impact verfolgen – oder alles drei: also eine umweltfreundliche Herstellung, faire Arbeitsbedingungen und/oder soziales Wirtschaften. Kunden können die Produkte nach diesen Kriterien filtern. Egal, wofür sie sich letzten Endes entscheiden: Ein Teil des Kaufpreises jedes Artikels geht als Spende an wohltätige Organisationen und Projekte zur Unterstützung weniger privilegierter Sportlerinnen und Sportler.

Kuratierte Auswahl für mehr Transparenz

Zu den ersten Marken bei The Good Run gehören unter anderem Veja, District Vision, Patagonia, Girlfriend Collective, 4254, Casall und Ciele. Dieses Sortiment soll nun ausgebaut werden, auch um weitere Schuh-Anbieter.

The Good Run: Neuer Online-Shop für nachhaltige Sport-Brands


Der Ansatz der Gründer ist kein dogmatischer. „Wichtig für eine bessere Kaufentscheidung ist vor allem Transparenz“, ist The Good Run-Mitgründerin Kathi Hoffmann überzeugt. „Welche Produkte man ‚gut‘ findet, ist dann eine sehr individuelle Sache.“ Siegel und Zertifikate sind für die The Good Run-Macher kein zwingendes Kriterium. „Gerade kleine Labels können sich dieses Siegel nicht unbedingt leisten“, sagt Hoffmann, die nicht nur passionierte Läuferin ist, sondern als Bekleidungsingenieurin reichlich Produkt-Know-how mitbringt. „Das macht diese Labels aber nicht weniger nachhaltig. Wir haben unsere eigenen ersten Produkte zum Beispiel in einer Fabrik in Portugal fertigen lassen, neben Produkten einer großen Brand, die aufgrund dieser Fertigung ein Siegel tragen.“

Ursprünglich hatte Kathi Hoffmann die Idee zu einer eigenen nachhaltigen Brand – von Sportlern für Sportler. „Aber eigentlich gibt es schon super Marken. Für die gibt es bislang aber keine richtige Plattform. Und da wollen wir künftig die erste Adresse sein.“

Zusammenarbeit mit den Brands

Erste Adresse für Läufer auf der Suche nach nachhaltiger Running- und Sportmode – und damit auch für die Brands. Für die, die schon heute nachhaltig sind, aber auch für die, die sich auf den Weg machen zu mehr Nachhaltigkeit. Alle Gründer arbeiten in den Berufen, die sie jetzt neben The Good Run – noch – weiter ausüben, mit Sportbrands zusammen. Das würden sie gerne künftig stärker unter der Flagge von The Good Run machen. „Das kann in Richtung Produktentwicklung gehen, Design-Collabos, aber auch Kommunikationsprojekte und Events für die Community.“ Mit dem Aufbau von Communitys kennt sich Hoffmann aus. Nachdem sie mit Run Pack in Berlin eine der ersten Laufcrews hierzulande ins Leben gerufen hatte, baute sie die Adidas Runners-Community in Deutschland auf.

Nachhaltigkeit auf allen Ebenen

Nachhaltigkeit spielt nicht nur auf der Angebotsebene eine Rolle, sondern auch bei der Unternehmensform. Gegründet wurde The Good Run als Social Enterprise, die erste Finanzierung sicherte eine Crowdfunding-Runde. Der Online-Shop soll das Herzstück einer großen Vision sein: „Wir wollen die Sportartikelindustrie nachhaltiger machen, wollen einen echten Wandel erwirken.“

Woher kommt meine Kleidung, wer hat sie gemacht und welchen Einfluss hat sie auf die Umwelt? „Diese Fragen stellen sich immer mehr Kunden“, so Hoffmann. „Das auch auf den Sport zu übertragen ist gar nicht so einfach. Während unserer Recherche sind wir auf so viele spannende Sport- und Laufbrands gestoßen, die nicht nur gut aussehen und hohe qualitative Ansprüche erfüllen, sondern gleichzeitig auch ‚gut‘ sind. Aber die muss man erst mal finden. Mit The Good Run möchten wir Menschen einen einfachen Zugang zu guten Produkten ermöglichen, mit denen sie inhabergeführte Unternehmen unterstützen können. Unternehmen, die Produkte machen, deren vorrangiges Ziel nicht der Profit ist, sondern eine nachhaltige Veränderung der Art und Weise, wie wir Konsum leben.“
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