Schweizer Sportler starten früh in den Tag. Zumindest legt das der Werbe-Clip nahe, mit dem Ochsner Sport seinen Markenrelaunch begleitet. Da klingelt der Smartphone-Wecker um 4.30 Uhr morgens. Nach einem Frühstück mit Rührei und gebratenem Schinken starten die Sportler in die Nacht, um bei Sonnenaufgang mit Skiern, Mountainbikes oder in Wanderschuhen am Berg zu sein. „Die Schweiz ist unser Sportplatz“, lautet der Slogan dazu.

Ochsner Sport, 1961 gegründet und mit mehr als 80 Filialen die Nummer Eins im Alpenstaat, erfindet sich im Frühjahr 2019 neu. Das Unternehmen, das seit 1992 zur Deichmann-Gruppe gehört, will künftig vermehrt auf Performance und Sportkompetenz setzen. Das zeigen nicht nur die breit angelegte Omnichannel-Kampagne, das neue Magazin „Playground“ und die veränderte Corporate Identity der Marke, sondern vor allem das neue Store-Konzept „Ochsner Sport Pro“.

Premiere feierte das Konzept, das sich ausschließlich auf Bike, Run&Train und Wintersport konzentriert, im März 2019 in der Nähe des Züricher Hauptbahnhofes. Schon im Erdgeschoss des insgesamt 2000m² großen Sporthauses wird deutlich, was Ochsner Sport unter Pro versteht. Die 1000m² große Verkaufsfläche ist von März bis September komplett dem Fahrradsport vorbehalten. Dort findet sich neben einer Fahrrad-Werkstatt auch eine Fitting-Zone. Hier werden nicht nur individuelle Rahmengröße und Sitzposition gemessen, Helme und Brillen einem Windtest unterzogen, sondern mithilfe eines Gesäß-Scanners auch der optimale Sattel ermittelt. Eine große Auswahl an E-Test-Bikes komplettiert das Angebot. Neu ist der Bike Service@home: Der Kunde bucht online einen Termin und der Mechaniker kommt mit seiner fahrenden Bike-Werkstatt zu ihm nach Hause.

Die Fahrräder selbst werden in einem nüchternen, aber nicht kühlen Ambiente präsentiert. So kontrastiert die dunkel gehaltene offene Decke mit den hellgrauen Wänden und dem hellgrauen Boden. Für Spannung sorgen vor allem die in geometrischen Mustern inszenierten Leuchtstoffröhren. Diese leiten nicht nur den Blick, sondern strukturieren den Verkaufsraum auch in der Vertikalen.

Von Oktober bis Februar widmet sich der Store auf 900m² dem Wintersport: mit Alpin-Testcenter, Skischuh-Fitting sowie Ski- und Snowboard-Vermietung . Praktisch: Im Parkhaus gibt es eine speziell eingerichtete Ein- und Ausladezone.



Run & Train wird auf 600m² gespielt und erlebbar gemacht. Zahlreiche Diagnose- und Analyse-Tools sollen Läufer bei der Kaufentscheidung unterstützen, zu nennen sind etwa der 3D-Fußscanner, dynamische Lauf- und Fußanalysen sowie die 2D-Analyse zur Individualisierung von Sportschuh-Einlagen. Wöchentliche Lauftreffs mit Running-Coaches sollen die Läufer-Community an das Haus binden.



Im gesamten Haus setzen die Architekten vom Markdorfer Büro Atelier 522 auf Licht als Ordnungs- und Orientierungselement. Besonders deutlich wird das im Obergeschoss. Hier ist die Fläche in kleinere Einheiten unterteilt. In durch weiße, aber auch mal goldfarbene Lochblechwände abgetrennten Kuben werden die Bekleidungs- und Schuh-Kollektionen für Läufer und Wanderer präsentiert. Dabei setzen die Architekten auch hier auf den Kontrast von cleanem Beton und schwarzen, minimalistischen Regalsystemen. Verbindendes Element für die begehbaren Bühnen ist eine beleuchtete Laufbahn, die sich durch das erste Obergeschoss zieht und so den Sportlern einen ganz besonderen Auftritt garantiert.



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