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Stellenstreichungen und Push für Direct-to-Consumer

Nike: Führungspositionen werden neu verteilt

Nike

Nike baut seine digitalen Retail-Initiativen stark aus. Zu diesem Zweck werden einige Führungspositionen neu verteilt. Zudem wird eine nicht genannte Zahl an Mitarbeitern entlassen. Die Abfindungskosten allein beziffert der US-Sportgigant mit 200 bis 250 Mio. Dollar.

Die Rolle des President/General Manager für die EMEA-Region inklusive Deutschland geht an Carl Grebert. Grebert folgt auf Bert Hoyt, der dieses Jahr nach 22 im Konzern in Ruhestand tritt.



Sarah Mensah, bisher Vice President/General Manager der Sportswear-Kategorie im Raum Asien Pacific/Latin America, übernimmt Gerberts bisherigen Posten als Vice President/General Manager der gesamten APLA-Region. Die Führung von Nordamerika bleibt in den Händen von Vice President/General Manager North America, Ann Hebert, und die des Großraums China unter Vice President/General Manager Greater China, Angela Dong. Alle regionalen Führungskräfte berichten an Heidi O'Neill, President of Nike Direct-to-Consumer.


Darüber hinaus werden Craig Williams, President der Jordan Brand, G. Scott Uzzell, President und CEO von Converse, in das Führungsteam von Nike integriert. Beide berichten an Nike CEO John Donahoe. Ziel sei es, die aktuellen Wachstumschancen für das Unternehmen zu nutzen und die führende Postion der Marke im internationalen Sport-Markt auszubauen. Wie Nike anlässlich seines jüngsten Investor-Calls bekannt gegeben hatte, wurde im Rahmen der vor drei Jahren eingeleiteten "Consumer Direct"-Offensive bereits die Phase der "Consumer Direct Acceleration" erreicht. Um Geschäftsbereiche mit dem höchsten Wachstumspotential inclusive E-Commerce zu stärken, würden jetzt Ressourcen verlagert und neue Kapazitäten geschaffen. Um den Kundenkontakt in den drei Geschäftsbereichen Männer, Frauen und Kinder zu vereinfachen, plant Nike beispielsweise eine Anhebung der Investitionen in E-Commerce und IT. Wie berichtet, will das Unternehmen  in den nächsten Jahren bis zu 200 neue, klein formatige, digital ausgerichtete Läden in Nordamerika und der EMEA-Region eröffnen.

Für das vierte Quartal meldete der Konzerns einen Umsatzrückgang von 38% auf 6,3 Mrd. Dollar (5,44 Mrd. Euro) und einen Nettoverlust von 790 Mio. Dollar. Analysten hatten mit einem Gewinn von 9 Cent pro Aktie und einem Umsatz von 7,53 Milliarden Dollar gerechnet.

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