Intersport Deutschland muss einen neuen Vorstandsvorsitzenden suchen. Kim Roether verlässt die Verbundgruppe zum 15. Juni aus persönlichen Gründen. Der 54-Jährige ist seit Oktober 2007 Mitglied des Vorstands und hat seit 2014 den Vorsitz inne. Sein Vertrag hätte im kommenden Jahr verlängert werden müssen. Er legt auch sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats der Intersport International Corporation nieder.

„Kim Roether hat mit seiner anerkannten Expertise und seinen Managementfähigkeiten den Erfolg der Gruppe maßgeblich vorangetrieben und den Transformationsprozess angeschoben. Die gesamte Intersport-Familie dankt ihm für die hervorragende Zusammenarbeit und wünscht ihm alles Gute für seine Zukunft“, sagt Knud Hansen, Aufsichtsratsvorsitzender von Intersport Deutschland.



Roethers Position soll „zeitnah besetzt werden“, heißt es. Bis dahin tritt Harald Schedl, Aufsichtsratsmitglied von Intersport Deutschland und Unternehmensberater, interimistisch in den Vorstand ein. Sein Mandat im Aufsichtsrat ruht in dieser Zeit. Finanzvorstand ist Hannes Rumer.

Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat Mathias Boenke (52) zum Bereichsvorstand berufen. In dieser neu geschaffenen Position soll sich der Intersport Austria-Geschäftsführer zusätzlich und grenzübergreifend um die Markt- und Produktbelange der Verbund-Mitglieder kümmern, die unter dem Namen „Intersport“ am Markt auftreten. Damit soll die Sichtbarkeit der Marke am Point of Sale gestärkt werden. Den Posten von Jochen Schnell, der zum 30. September 2017 sein Amt als Waren- und Markt-Vorstand niederlegte, wird es also in dieser Form nicht mehr geben.

Der Chefwechsel kommt in einem für die Intersport entscheidenden Jahr auf dem Weg von einer Einkaufs- hin zu einer digital geprägten Händlerorganisation. Dafür wurden im vergangenen Jahr entscheidende Weichen gestellt. Dazu gehört etwa das neue Storekonzept „Future Stores“, das im Oktober 2017 in Berlin Premiere feierte. Mit Intersport Sauer eröffnete vor wenigen Wochen das erste inhabergeführte Geschäft in der neuen „roten“ Ladenwelt.

Ebenfalls auf der Agenda steht neben dem Aufladen der Marke Intersport der weitere Ausbau der Online-Plattform der Intersport, der so genannten Kooperativen Händlerplattform. „Wir sind positiv überrascht – zumal diese Plattform ja noch gar nicht offensiv beworben wird“, so eine erste Bilanz von Oliver Krumholz von Intersport Krumholz.

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