Es sollte die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte werden, als Puma und der Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach im Frühjahr ihre Zusammenarbeit bekanntgaben. Von 1976 bis 1992 prangte das Logo mit der Raubkatze auf der Brust der Fohlenelf und stand sinnbildlich für eine Ära, in der die Mannschaft um Stars wie Berti Vogts, Rainer Bonhof und Allan Simonsen von Erfolg zu Erfolg eilte.

Doch die Euphorie, die die Bekanntgabe der Partnerschaft bei den Anhängern vom Niederrhein entfacht hat, bekommt nun bereits zu Beginn einen herben Dämpfer. Nur wenige Tage nach dem Launch der heißbegehrten neuen Trikots für die neue Spielzeit, der mit einem großen Event am vergangenen Samstag zelebriert wurde, gaben beide Seiten am Freitag den Verkaufsstopp des Topsellers bekannt. Der Grund: Die seit Sonntag im Handel befindlichen Trikots und Hosen - betroffen sind sowohl das Heim- und Auswärtsdress sowie das Torwart-Trikot - weisen Abweichungen im Material auf, wie der Bundesligist auf seiner Facebook-Seite mitteilt.

"Wir sind im engen Austausch mit Puma, dort wird mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet", erklärt Borussia Mönchengladbach-Geschäftsführer Stephan Schippers. "Wir stellen an unsere Produkte allerhöchste Ansprüche. Daher haben wir uns dazu entschlossen, den Verkauf der bereits ausgelieferten Produkte kurzzeitig zu unterbrechen, um betroffene Ware auszusortieren", so Matthias Bäumer, General Manager Puma Deutschland. „Wir bedauern die Situation außerordentlich und werden schnellstmöglich neue Trikots zur Verfügung stellen und versichern natürlich einen reibungslosen Umtausch."

Schon bei der Fußball-Europameisterschaft vor zwei Jahren hatte Puma unfreiwillig mit mangelhaft verarbeiteten Trikots für Schlagzeilen gesorgt. Damals rissen gleich sieben Trikots der von Puma ausgestatteten Schweizer in der Vorrunden-Begegnung der Eidgenossen gegen die Franzosen. Schuld war eine minderwertige Material-Charge des Stofflieferaten.
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