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Rorsted und Chima: Der Vorreiter und die IT-Expertin


Adidas-Chef Kasper Rorsted
Adidas-Chef Kasper Rorsted

Die Hälfte aller neuen Mitarbeiter holt Adidas wegen ihres speziellen digitalen Wissens, sagte Firmenchef Kasper Rorsted mal in einem Interview. Für die gebe es gar keinen digitalen Wandel, und auch Adidas sei schon heute ein digitales Unternehmen. Nichtsdestotrotz – oder vielmehr gerade deswegen – sind Digitalisierung und die Chancen, die sie bietet, ein existenzieller Punkt auf der Agenda des Vorstands. Und zwar jede Woche. Mit keinem anderen Thema befassen sich Rorsted und seine Vorstandskollegen so intensiv.

Schon an wenigen Zahlen lässt sich die Bedeutung der Digitalisierung für das Business des zweitgrößten Sportartikelkonzerns der Welt veranschaulichen:

  • 4 Mrd. Euro E-Com-Business bis 2020
  • 50% "schnelle" Produkte bis 2020 mit Reaktionszeiten deutlich unter sechs Monaten
  • 76% E-Com-Wachstum im 3. Quartal 2018
  • 5 Mio. Downloads der Adidas-App in 17 Ländern

Fumbi Chima wird CIO bei Adidas
Fumbi Chima wird CIO bei Adidas

Fumbi Chimas offizieller Amtsantritt bei Adidas steht noch bevor. Am 1. Januar 2019 übernimmt Fumbi Chima die Leitung des IT-Bereichs. Als neue CIO tritt sie die Nachfolge von Michael Vögele an und wird an CFO Harm Ohlmeyer berichten.

Soweit die Formalien. Wie wichtig die Besetzung dieser Funktion für zweitgrößten Sportartikelkonzern der Welt ist, wird an den Worten Ohlmeyers deutlich, mit denen er die Personalie kommentiert: „Ich freue mich, dass wir Fumbi Chima für diese Schlüsselposition gewinnen konnten. Sie hat breite, internationale Erfahrung und wird uns beim Schlüsselthema digitale Transformation weiter entscheidend voranbringen.“

Chima kommt vom amerikanischen Medienunternehmen Fox Network Group, wo sie seit Juli 2017 in gleicher Funktion tätig war. Vor allem aber bringt die Managerin fundierte Handelserfahrung mit. Fast sechs Jahre war sie für den US-Handelsriesen Wal-Mart tätig. Zuletzt war sie CIO Asia in Hongkong.

Von dort wechselte sie in die Luxus-Industrie. Christopher Bailey holte Chima als Burberry-CIO nach London zurück. Hier hatte die gebürtige Nigerianerin, die in Großbritannien aufgewachsen ist, ihre Ausbildung absolviert.

Bailey stellte vor allem die Kombination aus Chimas „IT- und Digital-Expertise und ihrer Dynamik sowie ihren starken Führungsqualitäten“ heraus. Nicht zuletzt galten aber auch ihre Erfahrungen auf dem asiatischen Markt Beobachtern als Zeichen für Burberrys Ambitionen, dort voranzukommen.

Chima gilt als erfahrene Führungspersönlichkeit mit umfassender Kenntnis in der Führung globaler IT-Organisationen, die sich nicht zuletzt um den Aufbau schnell skalierbarer IT-Infrastrukturen verdient gemacht hat. Außerdem engagiert sie sich in der Entwicklung von Mentoring-Möglichkeiten für Frauen in Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwissenschaften und Mathematik.




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