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TW 100: Jost Wiebelhaus, Geschäftsführer Frankfurter Laufshop

Laufen und Boxen

Frankfurter Laufshop
Bei Jost Wiebelhaus läuft es trotz Lockdown.
Bei Jost Wiebelhaus läuft es trotz Lockdown.

2020 war nicht nur ein Jahr dramatischer Einschnitte, sondern auch ein Jahr großer Ideen, mutiger Entscheidungen und neuen Denkens. Die TextilWirtschaft stellt in ihrer Ausgabe "TW 100 - Mut, Macher" 100 Akteure vor, die herausragten. Menschen, die Mut machen. So wie Jost Wiebelhaus von Frankfurter Laufshop. Er zeigt, wie kreativ ein Händler seine Community trotz geschlossener Ladentüren abholen kann. Auch ohne Online-Shop.

Klar, auch Boxer müssen im Training laufen. Aber so richtig viel haben die beiden Begriffe sonst nicht miteinander zu tun. Bei Jost Wiebelhaus allerdings schon. Mitte Dezember hat er an seinem Frankfurter Laufshop außen Boxen installiert, aus denen sich die Kunden während des Shutdown kontaktlos ihre bestellten Waren herausholen können. Der Öffnungscode kommt per Whatsapp oder Mail.

Schon im Frühjahrs-Shutdown hatte Wiebelhaus die „Laufstilanalyse@home“ erfunden, um seine Umsätze zu retten – die Idee war ihm beim Laufen gekommen: Kunden schicken ein Video von sich beim Rennen, dazu ein Foto der Sohlen der bisherigen Sportschuhe – und das Laufshop-Team schickt das mutmaßlich am besten geeignete Paar Laufschuhe an den Kunden, gern per Radkurier. Läuft! Die Trefferquote ist hoch, die Retourenquote niedrig. „Das hat uns im ersten Halbjahr gerettet.“

Klar verkauft Wiebelhaus online, aber einen normalen Onlineshop oder Amazon als Partner will er nicht. „Wir wollen die Beratungsqualität aus dem Laden auch online zeigen.“ Deshalb gehört zum quasi handbetriebenen Online-Shop auch die telefonische Rückruf-Garantie für Kunden.

 

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