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TW 100: Reiner Gerstner, Senior Vice President Marketing, Schöffel

Sinn für Solidarität

Schöffel
„Schöffel, Nike oder On? Gerade egal. Bitte unterstütze Deinen lokalen Sporthändler!“ Diese Botschaft kam bei der Community gut an.
„Schöffel, Nike oder On? Gerade egal. Bitte unterstütze Deinen lokalen Sporthändler!“ Diese Botschaft kam bei der Community gut an.

In der Krise ist sich jeder selbst der Nächste. Fehlanzeige. Mit so einem Motto kann Reiner Gerstner wenig anfangen. Vielmehr ist der Marketingchef von Schöffel vom Gegenteil überzeugt. Auch für Marken gelte es, Verantwortung zu übernehmen. Mehr Solidarität laute die Devise in dieser schwierigen Zeit. Dafür haben sich Gerstner und die Outdoor-Brand aus Schwabmünchen seit Beginn der Pandemie mit verschiedenen Aktionen und Appellen stark gemacht.

Schöffel stehe mit seiner über 200-jährigen Tradition für viele in der Branche für Beständigkeit. Die Marke habe in ihrer Historie schon so manche stürmische Zeiten durchgestanden, ist von Geschäftsführer Peter Schöffel zu hören. Weltkriege und Währungsreformen habe man überlebt, seit Frühjahr 2020 läuft der Kampf gegen die Corona-Krise. Eine Herausforderung, die sich nur „gemeinschaftlich meistern“ lässt, sagt Schöffel.

In Zeiten von Pandemie und Social-Distancing setzt das Unternehmen von Anfang auf klare Botschaften und die Kraft der Kommunikation. Dabei haben Gerstner und sein Team in den vergangenen Monaten Kampagnen entwickelt, die gerade für eine Outdoor-Marke bemerkenswert sind. Als Reaktion auf den ersten Shutdown im Frühjahr änderte die Brand sogar ihren Claim. Der im Sinne einer stringenten Markenpolitik eigentlich unantastbar ist.

Aus dem Slogan „Ich bin raus“ wurde „Ich bleib drin“. Statt vor der Tür auf Entdeckungsreise zu gehen, sollten der neue Claim an die Solidarität der Follower und Fans appellieren und sie dazu animieren, Zuhause zu bleiben. Alles, um die Infektionskurve der ersten Welle möglichst flach zu halten.

Zugleich entwickelten Gerstner und Team Posts und Clips mit dem #ichbinrausVorfreude. Darin träumt ein Outdoor-Fan von künftigen Wanderungen und Naturerlebnissen, für die er sich jetzt schon vorbereiten, einkleiden und mental fit machen kann. Es gelte den Blick nach vorne zu richten.

Gerstner sieht es als eine Aufgabe der Marke, Orientierung zu geben, und einen Beitrag zu leisten. Auch im November ebbt das Engagement der Marke nicht ab. Während des Lockdown-Light bricht Schöffel eine Lanze für seine Handelspartner und ruft in einer zweiten Kampagne dazu auf, das Sportfachgeschäft um die Ecke zu unterstützen: „Schöffel, Nike oder On? Gerade egal. Bitte unterstütze Deinen lokalen Sporthändler“ lautet die Botschaft, die das Unternehmen unter dem #supportyourlocalsportfachhandel durch die digitalen Kanäle jagt. Die Nachricht kommt an: Laut Unternehmen führt die Aktion schon nach zwei Tagen zu über 650 000 Impressions im Netz. Sie wird hundertfach von Händlern, Verkäufern und Konsumenten geteilt. Auf Facebook und Instagram regnet es Herzen und Likes. Die Community bedankt sich bei Schöffel für das große Engagement und den Sinn für Solidarität.

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