TW Sports
TW 100: Stefan Merkt, Schöffel

For rent

Schöffel
Beim Miet-Konzept stehe im Vordergrund, "den Menschen die Marke Schöffel näherzubringen", erklärt Stefan Merkt, seit Herbst Mitglied der Schöffel-Geschäftsführung.
Beim Miet-Konzept stehe im Vordergrund, "den Menschen die Marke Schöffel näherzubringen", erklärt Stefan Merkt, seit Herbst Mitglied der Schöffel-Geschäftsführung.

Handtaschen, Smartphones, ja selbst Weihnachtsbäume werden mittlerweile zur Miete angeboten. Warum also nicht auch Skimode? Im Skimarkt gehört der Verleih von Ausrüstungen zum Business, bei der Bekleidung hat sich dieser Service noch nicht voll etabliert. Das will der Outdoorspezialist Schöffel ändern. Zusammen mit Handelspartnern in Österreich und der Schweiz bieten die Schwabmünchener einen Mietservice für Skimode an.

Hauptverantwortlich für dieses Business ist Stefan Merkt, CEO Schöffel Sport. Unter seiner Leitung steht der Bereich Ski-, Bike und Wandermode. Der 51-Jährige ist im Oktober 2019 als Vertriebsleiter bei Schöffel eingestiegen, seit diesem Herbst ist er Teil der Geschäftsführung. „Wer tatsächlich nur ein, zwei Tage im Jahr auf der Piste ist oder den Sport für sich gerade erst ausprobiert, für den ist Mietbekleidung womöglich das Richtige“, erläutert Merkt den Vorteil für die Kunden. Sie sparen sich damit hohe Anschaffungskosten. Auch Einsteiger dürfte das Angebot interessieren. Für den Verleih vorgesehen seien die Skijacken und -Hosen aus der Teamwear-Kollektion.

Der Vorteil für die Umwelt liegt auf der Hand: Im Verleih kommt die Skijacke häufiger zum Einsatz. Wer ein gekauftes Outfit nur selten nutzt, sorgt für unnötigen Energie- und Produktionsaufwand. „Nachhaltigkeit zeichnet sich bei Sportbekleidung nicht nur in den verwendeten Materialien aus oder in der Produktionsweise. Es geht vor allem um die Lebensdauer und den Einsatz zum richtigen Zweck“, so Merkt. Achtsame Skitouristen nutzten Mietbekleidungsangebote immer häufiger.

Schöffel baut beim Miet-Service auf Erfahrungen durch die langjährige Zusammenarbeit mit Skischulen und Skiclubs in Deutschland, Österreich und der Schweiz. So kennen sich die Schwabmünchener auch mit der Reparatur und Reinigung der Bekleidung, u.a. über die sogenannte Schöffel Service Factory, aus.
In Österreich ist die Miet-Skimode zum Beispiel über den Verleih-Spezialisten Intersport Rent erhältlich. Interessenten können dort nicht nur Bekleidung, sondern auch eine komplette Ausstattung verschiedener Marken buchen. Die Preise für die Miete richten sich laut Schöffel nach Land und Region. Intersport Rent biete derzeit zum Beispiel ein Ski-Outfit von Schöffel für Erwachsene ab rund 23 Euro pro Tag an.

Auch in der Schweiz kann die Bekleidung bei verschiedenen Händlern geliehen werden. Bedingt durch die Corona-Einschränkungen hat das Unternehmen dort die meisten Erfahrungen mit den Miet-Outfits gesammelt. Ein Zukunfts-Projekt ist der Service derzeit noch in Deutschland. „Wir müssen hier einfach noch die Entwicklung der Pandemie abwarten“, sagt Merkt. „Wir wollen die Gespräche in Deutschland aber zeitnah wieder aufnehmen.“

Zahlen zu Umsätzen durch den Verleih nennt Schöffel derzeit nicht. Durch die Einschränkungen aufgrund der Corona-Lage, ließen sich allerdings ohnehin „kaum Rückschlüsse für das Geschäftspotenzial ziehen“, so Merkt. Beim Miet-Konzept stehe eh im Vordergrund, „den Menschen die Marke Schöffel näherzubringen“. Der Verleih könne Einsteiger an die Marke heranführen. Denn wer sich von einer geliehenen Jacke überzeugen lässt, könnte auch in andren Outdoor-Bereichen zu einem Schöffel-Produkt greifen. „Etwa wenn er im Sommer zu Fuß in den Bergen unterwegs ist oder mit dem Fahrrad“ „Merkt denkt eben ganzheitlich – schließlich gehört neben der Ski-, auch die Bike- und die Wandermode zu seinem Bereich.

logo-tw-sports-white

Ab sofort den kostenfreien Newsletter ins Mail-Postfach?

 

stats