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Philipp Plein stellt Plein Sport ein

Steven Klein
Die Sportlinie Philipp Plein, die der deutsche Designer im Herbst 2016 lanciert hatte, gibt es nicht mehr. Die Artikel sind jetzt in der Hauptlinie aufgegangen.
Die Sportlinie Philipp Plein, die der deutsche Designer im Herbst 2016 lanciert hatte, gibt es nicht mehr. Die Artikel sind jetzt in der Hauptlinie aufgegangen.

Dämpfer für Philipp Plein. 2016 stellte der deutsche Designer eine Sportlinie vor und kündigte eine aggressive Expansion an. Doch das Projekt ist Geschichte. Die Sportlinie gibt es nicht mehr, sie ist in der Hauptlinie aufgegangen.

Das Luxusunternehmen Philipp Plein macht bei seinen Expansionsplänen einen Rückzieher. Die Sportlinie Philipp Plein, die der deutsche Designer im Herbst 2016 lanciert hatte, gibt es nicht mehr. Die Sportartikel sind mit der Frühjahrssaison 2020 in den Active-Teil der Hauptlinie aufgegangen.


Dementsprechend wurde im September 2019 keine Sport-Kollektion mehr präsentiert. Im Januar fand weder eine Fashion-Show noch ein Event statt. Das Unternehmen sprach auf Anfrage von einer "strategischen Entscheidung": „Plein Sport existiert nicht mehr. Wir haben das Angebot als Active-Teil in Philipp Plein überführt. Es ist sehr hoch positioniert. Es handelt sich um keine eigene Marke“, sagte eine Sprecherin.

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Plein Sport war ein ehrgeiziges Projekt. Der Designer witterte im Sportsegment großes Potenzial. Als er den Plan im September 2016 im Mailänder Showroom vor Journalisten vorstellte, sprach er von einem attraktiven Segment zwischen Sportkonzernen wie Adidas und Luxusmarken wie Valentino. „Sneaker zwischen 200 und 375 Euro. Das ist ein Riesenmarkt“, sagte Plein damals.

Er kündigte an, im Zeitraum von zwei Jahren weltweit 50 Stores aufmachen zu wollen. Eröffnet wurde unter anderem in Paris auf der Rue de Rivoli 250. Jetzt würden die Sport-Läden entweder geschlossen oder in Plein-Stores umgewandelt, teilte die Sprecherin mit: „Wir verhandeln. Das hängt von den Mietverträgen ab.“

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Damit gibt es ab sofort nur noch Philipp Plein und die Menswear-Marke Billionaire, an dem der deutsche Designer die Mehrheit von dem italienischen Unternehmer Flavio Briatore übernommen hat. Nach eigenen Angaben erwirtschaftete die Plein-Gruppe, die im schweizerischen Lugano beheimatet ist, im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 255 Mio. Euro.

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