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Übernahme eines rasant wachsenden Online Pure-Players

JD Sports weiter auf Einkaufstour

Imago / UPI Photo
Der spanische Online-Retailer Deporvillage hat 2020 den Umsatz verdoppeln können. Davon will JD Sports künftig profitieren.
Der spanische Online-Retailer Deporvillage hat 2020 den Umsatz verdoppeln können. Davon will JD Sports künftig profitieren.

Nach mehreren Fashion- und Sportswear-Akqusitionen baut JD Sports nun auch sein Sport-Portfolio aus. Mit der Übernahme des spanischen Online-Händlers Deporvillage will der britische Filialist vor allem am boomenden Bike-Markt partizipieren.

Nach dem Start auf dem heimischen Markt im Jahr 2010 expandierte Deporvillage schon bald ins Ausland. 2013 gingen Ländershops in Italien und Frankreich an den Start, es folgten Portugal (2014), Großbritannien (2018) und Deutschland (2018). Kunden hat der Online-Shop mittlerweile in über 100 Ländern. Der Schwerpunkt des Sortiments liegt auf Radsport, weitere Kategorien sind Running, Schwimmen, Triathlon, Fitness und Outdoor-Sportarten.


2020 war auch bei Deporvillage mit Sitz in Manresa in Katalonien ein außergewöhnliches Jahr. Nachdem in den beiden Jahren zuvor Wachstumsraten von rund 30% erzielt wurden, konnte der Umsatz 2020 von 59 Mio. Euro auf 118 Mio. Euro verdoppelt werden. Der Vorsteuergewinn lag bei 7,7 Mio. Euro.
JD Sports Fashion hat nun bekannt gegeben, dass die spanische Tochtergesellschaft Iberian Sports Retail Group (ISRG) eine bedingte Vereinbarung zum Erwerb von 80% der ausgegebenen Aktien von Deporvillage abgeschlossen hat. JD Sports hält 50,02% der Anteile an ISRG. Gerade erst hat JD Sports seine niederländische Tochter Sports Unlimited Retail BV für 16,5 Mio. Euro an ISRG verkauft.


Gegründet wurde Deporvillage von Xavier Pladellorens und Ángel Corcuera. Nach Abschluss der Übernahme werden sie in Summe einen Anteil von 20% an dem Unternehmen behalten und weiterhin als Chief Executive Officer bzw. Chief Purchasing Officer tätig sein.


Der maximale Barkaufpreis für den Erwerb der 80-prozentigen Beteiligung an Deporvillage beträgt 140,4 Mio. Euro, vorbehaltlich der üblichen Anpassungen von Barmitteln, Schulden und Betriebskapital. 40,4 Mio. Euro davon wurden zurückgestellt und werden in Abhängigkeit von der Geschäftsentwicklung bis zum 31. Dezember 2021 gezahlt. Die Gegenleistung wird aus den Barmitteln des Konzerns und bestehenden Bankkrediten finanziert. Darüber hinaus wurde eine Reihe von Put- und Call-Optionen vereinbart, die Pladellorens und Corcuera zukünftige Ausstiegsmöglichkeiten bieten.


"Deporvillage hat einen starken verbraucherzentrierten Ansatz und ist Marktführer in seinen Kategorien in Spanien mit erheblichem Potenzial für die weitere internationale Entwicklung", betont JD Sports Executive Chairman Peter Cowgill.
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