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Übernahme im Sportartikelmarkt

Amer Sports verkauft Radsport-Marke Mavic

Screenshot Mavic
Der Online-Shop von Mavic
Der Online-Shop von Mavic

Schon im vergangenen Jahr hatte der finnische Sportartikelhersteller Amer Sports angekündigt, seinen Geschäftsbereich Cycling auf den Prüfstand zu stellen. Jetzt hat das Unternehmen einen Käufer für seine Marke Mavic gefunden. Die Anteile des Anbieters von Fahrradkomponenten, Radsportbekleidung und Zubehör werden von der US-Private Equity-Gesellschaft Regent übernommen.


Den Schritt geht der Sportartikelanbieter nach eigenen Angaben, um sich in seinem Portfolio stärker zu fokussieren. Das Unternehmen wolle sich auf Bereiche mit schnellerem Wachstum und höherer Rentabilität konzentrieren. Der Umsatzanteil von Mavic liege nur bei rund 3%. Zudem gebe es wenige Synergien zum gesamten Portfolio der Gruppe. „Wir haben festgestellt, dass wir nicht der beste Eigentümer für Mavic sind“, erklärt Heikki Takala, President und CEO von Amer Sports. Zu Amer Sports gehören unter anderem auch der Bergsport-Spezialist Salomon, der Premium-Outdoor-Anbieter Arc’teryx und der Skisport-Spezialist Atomic. 2018 hatten die Finnen das Label Peak Performance von der dänischen IC Group übernommen.

Ebenfalls im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass Amer Sports selbst bald geschluckt werden könnte. Ein Bieterkonsortium unter Führung des chinesischen Sportartikelkonzerns Anta hatte ein konkretes Angebot für sämtliche Anteile der Gruppe unterbreitet. Anfang dieser Woche hat Amer Sports nun bekanntgegeben, dass ausreichend Aktionäre das Angebot des Konsortiums angenommen haben, um die erforderliche Übernahme-Quote von 90% der ausstehenden Aktien zu erfüllen. Alle anderen Aktionäre haben nun noch bis 27. März Zeit, ihre Papiere für 40 Euro auch noch an das Konsortium zu verkaufen.

Der Abschluss des Mavic-Verkaufs wird für das zweite Quartal 2019 erwartet. Die Pläne sollen noch den zuständigen Arbeitnehmervertretern vorgelegt werden. Im Geschäftsbericht 2018 will Amer Sports das Radsportgeschäft bereits als „nicht fortgeführte Aktivitäten“ ausweisen.

Regent hat Marken aus den verschiedensten Bereichen in seinem Portfolio - unter anderem aus den Segmenten Technologie, Einzelhandel, Medien und Unterhaltung sowie Konsumgüter. Ende vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass der US-Konzern L Brands, zu dem auch Victoria's Secret gehört, seinen Wäsche-Filialisten La Senza an Regent abgibt.

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