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Übernahme

SportScheck geht an Galeria Karstadt Kaufhof

SportScheck
Die neue SportScheck-Filiale in Hamburg.
Die neue SportScheck-Filiale in Hamburg.

Das Gerücht kursierte schon lange, jetzt ist es Fakt: Die Otto Group verkauft ihre Kette SportScheck an Galeria Karstadt Kaufhof. Das bestätigten beide Unternehmen am Mittwoch. Galeria stärkt damit das erklärte Wachstumssegment Sport erheblich, vor allem im Ommnichannel-Bereich.

17 SportScheck-Häuser kommen jetzt zu Karstadt Sport und den Sportabteilungen von Karstadt und Kaufhof hinzu, dazu das Marktplatz- und Event-Geschäft der bisherigen Otto-Gesellschaft.

„Wir sind führend im Wachstumsgeschäft Sport und werden unsere ohnehin starke Präsenz mit dem Erwerb von SportScheck in den deutschen Innenstädten jetzt noch einmal deutlich ausbauen", erklärte Galeria-CEO Stephan Fanderl. Vor wenigen Monaten erst hatte Galeria in Bonn, Frankfurt, Heidelberg, Wiesbaden und Lübeck neu Sport-Häuser eröffnet, größtenteils an früheren Standorten der Offprice-Kette Saks Off Fifth.

Jetzt kommen laut Fanderl "die jährlich rund 10 Millionen Besucher in den 17 innerstädtischen SportScheck Filialen, 2,4 Millionen Kunden im Onlinehandel und 85.000 Teilnehmer an SportScheck-Events" hinzu.

Laut Otto soll SportScheck, das seit 1991 zur Hamburger Gesellschaft gehört, "in das Omnichannel-Angebot von Galeria Karstadt Kaufhof integriert werden". Was das für den Markennamen bedeutet, blieb zunächst unklar.

Die Akquisition, die noch von den Kartellbehörden genehmigt werden muss, erfolge "strategisch unabhängig von der Signa Sports United", erklärt Galeria. In der Sports United versammelt Eigentümer Signa ausschließlich Sport-Formate, die Online am Markt sind - das Stationär-Geschäft gehört nicht dazu.

Die Otto Group hatte in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, Off- und Onlinehandel bei SportScheck enger zu verzahnen und aus der Kundschaft eine große Community zu machen, einen Treffpunkt für das Erlebnis Sport". Das Ergebnis von SportScheck blieb jedoch über Jahre negativ.

"Trotz großer Zuversicht, hoher Kreativität und einer erfolgversprechenden Ausrichtung" fehle SportScheck im stark von Discountern und Onlinern bestimmen Markt "die nötige Schlagkraft und Größe", hieß es bei der Otto Group. Dort gilt seit einiger Zeit die Devise, nur noch in solche Geschäftsfelder zu investieren, die hohes, profitables Wachstum versprechen. Für Gesellschaften, auf die das nicht zutrifft, wird der Verkauf geprüft.

„Es wären sehr hohe Investitionen nötig gewesen, um in der bisherigen Konstellation die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Rückkehr in die Gewinnzone zu schaffen – ohne eine Gewähr dafür zu haben, dass dies angesichts des äußerst schwierigen Marktumfeldes auch wirklich gelingt", erklärte Sebastian Klauke, Mitglied des Konzernvorstands und Aufsichtsratsvorsitzender SportScheck. "Die Integration des SportScheck-Ökosystems in das Omnichannel-Angebot der Galeria Karstadt Kaufhof eröffnet dem Unternehmen und seinen Mitarbeitenden deshalb aus unserer Sicht eine weitaus verlässlichere Zukunftsperspektive.“

Im Sport-Geschäft will der Hamburger Konzern künftig vor allem über seine Marken Otto und About You mitmischen.

Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.
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