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VF: Umsatzprognose für Supreme bereits erhöht

The North Face-Mutter erholt sich im vierten Quartal

Läuft offenbar bei Supreme. Die Umsatzprognose wurde bereits hochgeschraubt. Partnerschaften wie die mit Louis Vuitton (im Bild) werden wohl auch künftig eine wichtige Rolle spielen.
Läuft offenbar bei Supreme. Die Umsatzprognose wurde bereits hochgeschraubt. Partnerschaften wie die mit Louis Vuitton (im Bild) werden wohl auch künftig eine wichtige Rolle spielen.

Der US-Konzern VF Corp. legte im Schlussquartal des Geschäftsjahres 20/21 deutlich zu. Der Umsatz konnte um 23% auf 2,6 Mrd. Dollar (2,1 Mrd. Euro) gesteigert werden. Das operative Ergebnis wurde auf 122 Mio. Dollar verbessert. Ohne Akquisitionen hätte es auf 173 Mio. Dollar fast verdoppelt werden können.

Das organische Wachstum – ohne den Effekt der Supreme-Akquisition – im Schlussquartal betrug 16%. Vor allem die positive Entwicklung der Big Brands The North Face, Vans, Timberland und Dickies, das E-Com-Wachstum und eine deutliche Erholung der APAC-Region waren Treiber dieser Entwicklung. The North Face, eine der größten Outdoor-Brands der Welt, legte um 28% zu. Timberland wuchs um 25%, Dickies um 22%, Vans um 10%. Nicht zuletzt schlägt allerdings auch ein Kalendereffekt zu Buche: Das Schlussquartal des Geschäftsjahres 20/21 hatte eine zusätzliche Woche.

Treiber China, Treiber Digital

Das China-Geschäft erholte sich von dem Einbruch im Vorjahresquartal und konnte fast verdoppelt werden auf 98%. Das Plus für die Region Greater China lag bei 81%. Bereinigt um die spektakuläre Supreme-Akquisition, die am 28. Dezember 2020 abgeschlossen wurde, legte das DTC-Geschäft weiter zu um 19%, das Digital-Business um 65%.

The North Face wächst mit Partnern in Europa

EMEA, die umsatzstärkste Region von The North Face, legte um 29% zu, währungsbereinigt lag das Plus bei 19%. Trotz eines rasanten E-Com-Wachstums legte das Geschäft mit den Wholesale-Partnern in der Region mit 30% stärker zu als das Direktgeschäft (+26%). Das Footwear-Geschäft profitierte von dem erfolgreichen Launch der neuen Vectiv-Technologie-Plattform.

Minus im Gesamtjahr, deutliches Plus voraus

Im Gesamtjahr machte der US-Konzern einen Umsatz von 9,2 Mrd. Dollar und damit 12% weniger als im Vorjahr. Die Outdoor-Sparte verlor mit 11% etwas weniger als Active mit 18%. Die Region EMEA zeigte sich mit einem Minus von 11% etwas resilienter als die Heimatregion des US-Konzerns. Das USA-Geschäft verlor 18%. Das operative Ergebnis verschlechterte sich um 45% auf 608 Mio. Dollar.

Die Prognose für das laufende Jahr ist optimistisch. Der Konzern geht von einem 28%-igen Wachstum auf 11,8 Mrd. Dollar aus. Die Erwartungen an Supreme wurden schon jetzt erhöht: Bislang war der Konzern von einem Umsatz von 500 Mio. Dollar im laufenden Geschäftsjahr ausgegangen, jetzt werden bereits 600 Mio. prognostiziert.

Store to watch: Supreme in Mailand


Nach Abschluss des Verkaufs der Workwear-Marken, der im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 21/22 abgeschlossen werden soll, führt die VF Corporation insgesamt 13 Marken unter den Sparten Outdoor mit The North Face, Timberland, Icebreaker, Smartwool und Altra; Active mit Vans, Kipling, Napapijri, Eastpak, JanSport und Eagle Creek, sowie Work mit Dickies und Timberland Pro.
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