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Uniqlos Design-Maxime: „Weniger ist mehr“

Wie der japanische Bekleidungsgigant Schwedens Sportler bei Olympia unterstützt

Uniqlo
„Weniger ist mehr. Diesem Design-Ethos folgen wir auch bei dieser Linie“, sagt Uniqlos Chefdesigner Masahiko Furuta.
„Weniger ist mehr. Diesem Design-Ethos folgen wir auch bei dieser Linie“, sagt Uniqlos Chefdesigner Masahiko Furuta.

Wenn morgen die Olympischen Spiele in Tokio beginnen, tragen die schwedischen Athleten Bekleidung, die in Tokio entwickelt wurde – vom japanischen Bekleidungsgiganten Uniqlo.

Den Grundstein dafür legte die Partnerschaft mit dem schwedischen Olympia- und Paralympics-Team, die Uniqlo 2019 geschlossen hat. „Eines der nachhaltigsten Länder der Welt“, wie Chefdesigner Masahiko Furuta betont. Die Partnerschaft folgte ein Jahr nach dem Markteintritt der Japaner auf dem schwedischen Markt.

Heimspiel für Uniqlo: Japanisches Design für Schwedens Olympioniken


Aus der hochfunktionalen Wettkampf-, Trainings- und sonstigen Bekleidung für die schwedischen Athleten entstand die Linie Uniqlo+ Lifewear − besonders leicht und atmungsaktiv, was den Wetterverhältnissen im sommerlichen Tokio Rechnung tragen soll. „Das sollen zum Beispiel Perforationen leisten, die einem Körpertemperatur-Mapping-System folgen und speziell dort für Atmungsaktivität sorgen, wo es besonders nötig ist.“ Aus dem gleichen Grund wird etwa das Länderlogo direkt eingestrickt und nicht aufgetragen.


„Weniger ist mehr. Diesem Design-Ethos folgen wir auch bei dieser Linie“, so Furuta. Gleichzeitig sei Innovation ein Schlüssel der japanischen Kultur und auch für das Unternehmen. Viele der Performance-Technologien, die auch für den Einsatz beim Sport geeignet sind, fließen bei Uniqlo in die Casual-Kollektionen ein


Eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Uniqlo+-Kollektion habe das neue Labor mit Wettersimulationskammer am Uniqlo Firmensitz gespielt, berichtet Furuta. Das Labor führt Wettertests durch, um die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Hochsommer zu simulieren und rum Wärme-, Schweiß- und Bewegungszonen auf dem menschlichen Körper abzubilden. Der Sommer in Tokio kann mit Temperaturen von mehr als 38 Grad und über 70% Luftfeuchtigkeit nicht nur für Athleten belastend sein.

Der Nachhaltigkeitsgedanke spiegelt sich unter anderem im Einsatz von Recycling-Materialen und weniger Chemikalien wider sowie von Techniken, die Materialverluste minimieren sollen.


Furuta hat Erfahrung in olympischen Design: Für Adidas leitete er als Projektleiter unter anderem das Design für die Fackelträger 2012 und die Trikots der nationalen Delegationsmannschaften für Australien, Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Bei Asics arbeitete er an Designs für Rio 2016 und Pjöngjang 2018. Unter seiner Verantwortung entstanden auch die Trikots der nationalen Delegationsmannschaft und die Wettkampfbekleidung für Australien und Japan für die Olympischen Spiele, die morgen in Tokio eröffnet werden.
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