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Verkauf nach acht Jahren

Neue, alte Eigentümer für Intersport Österreich

Intersport
Wieder unter eigener Flagge: Die Intersport Österreich-Händler sollen wieder Genossen werden.
Wieder unter eigener Flagge: Die Intersport Österreich-Händler sollen wieder Genossen werden.

Intersport Österreich soll wieder in österreichischen Besitz übergehen. Intersport Deutschland will die Genossenschaftsanteile an der Gruppe an die österreichischen Intersport-Mitglieder übertragen, sprich zurückverkaufen.

Nachdem Intersport Österreich vor allem durch den Verlust des mit Abstand größten damaligen Mitglieds Sport Eybl in eine wirtschaftliche Schieflage geraten war, sprang Intersport Deutschland 2013 in die Bresche und sicherte durch die Übernahme der Genossenschaftsanteile das Fortbestehen der österreichischen Intersport-Gruppe. Damals wurde aus Intersport Österreich die Intercontact Österreich, eine 100%ige Enkelgesellschaft der Intersport Deutschland.

In den vergangenen Jahren verzeichnete Intersport Österreich eine sehr positive Entwicklung, wuchs und expandierte wieder. Mittlerweile zählt die Gruppe 358 Standorte in Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Das mit Abstand größte Land im Verbund ist Österreich mit 276 Standorten. „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, die Gruppe wieder in die gewohnten Strukturen zu überführen“, sagt Knud Hansen, Aufsichtsratsvorsitzender von Intersport Deutschland. „Damit stärken wir die unternehmerische Verantwortung in unserem Händlerverbund und geben ein klares Bekenntnis zu den händlergeführten Wurzeln, die Intersport im Kern bis heute ausmachen.“

Verkauft werden die Anteile an die neu gegründete Gesellschaft Premiumsport Service mit Sitz in Wels. Geschäftsführer sind Harald Tscherne und Roman Winninger, zwei große Intersport-Mitglieder. Über die Höhe des Kaufpreises haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Anders als die Beteiligung an dem Filialisten Voswinkel wird das Kapitel Österreich allerdings kein Verlustgeschäft für die deutsche Intersport gewesen sein.

Die Transaktion muss noch von der österreichischen Wettbewerbsbehörde genehmigt werden. Wie und wann die übrigen Händler der Österreich-Gruppe Anteile von der Premiumsport Service übernehmen können, ist noch in Klärung.

Beide Seiten wollen diese Rückübertragung der Anteile an die österreichischen Händler nicht als Trennung verstanden wissen. „Wir werden wieder eigenverantwortlich arbeiten, aber nicht allein“, betont Tscherne. Er war 2013 als damaliger Aufsichtsratsvorsitzender von Intersport Österreich ebenso wie sein deutscher Kollege Knud Hansen schon an dem Verkauf an die Deutschen beteiligt.

„Über gemeinsam erarbeitete Kooperationsvereinbarungen stellen wir sicher, auch zukünftig Synergien in den Kernprozessen rund um den Einkauf, unseren Intersport-Exklusivmarken, im Category Management, IT- und Omnichannel-Services zu realisieren“, betont Alexander von Preen, CEO von Intersport Deutschland. Der so genannte Fünf-Länder-Verbund bleibe also weiter bestehen.
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