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Vertrieb, Digitalisierung und Marketing

OutDoor by Ispo: Zahlen und Strategien von der Premiere

Messe München
Die Outdoor-Branche bringt sich in Stellung. So wie hier bei The North Face.
Die Outdoor-Branche bringt sich in Stellung. So wie hier bei The North Face.

Mehr als 22.000 Besucher kamen von Sonntag bis Mittwoch zur ersten Ausgabe der OutDoor by Ispo aufs Münchener Messegelände. Unternehmen wie Ortovox, Schöffel und Sport Schuster nutzten die Veranstaltung, um grundsätzliche strategische Weichenstellungen mit ihren Partnern zu besprechen.

 „Der große Zuspruch aus der Branche beweist den Erfolg unseres neuen Konzepts“, sagt Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München. Auch bei Schöffel zieht man eine positive Bilanz. „Die Besucher-Frequenz und auch die Qualität der Meetings waren bei uns wie erwartet sehr hoch und unsere Anforderungen an einen internationalen und branchenübergreifenden Austausch wurden erfüllt“, bestätigt Günther Herrmann, Executive Vice President Product, Sales, Marketing, am Ende des letzten Messetags.  

„Auch wenn in der kommenden Ausgabe das Erleben des einzigartigen Outdoor-Lifestyles noch verstärkt werden könnte, hat es das OutDoor by Ispo Team geschafft, die Kernaussage der Branche mit einem erweiterten Sortiment glaubhaft zu vermitteln. Jetzt, nach der Messe, setzen wir auf den Ausbau einer ganzjährigen Kommunikation, die wir von der Ispo kennen und schätzen.“ Die Internationalität der Besucher war sehr hoch: Nach Angaben der Messeveranstalter kamen zwei Drittel der Messebesucher aus dem Ausland, die meisten davon aus Italien, Österreich, der Schweiz, UK, Frankreich und den Niederlanden.

Neben einem Überblick über Neuheiten für Sommer 2020 war die Messe auch wichtige Plattform für Anbieter und Händler, um grundsätzliche strategische Fragestellungen mit ihren Partnern zu besprechen. Dabei ging es nicht nur um Nachhaltigkeit - zweifellos eines der großen, übergeordneten Themen der Veranstaltung. So wurde etwa bei Ortovox intensiv über den angekündigten Direktvertrieb diskutiert – wenngleich dieser Schritt nicht wirklich überraschend kommt. Erst kürzlich ist Deuter, so wie Ortovox Teil der Schwan Stabilo Outdoor Group, mit einem eigenen Webshop gestartet.

Bei Schöffel drehten sich viele Gespräche um die neuen digitalen Konzepte und Darstellungen am Stand. Davon hätten sich viele Kunden überrascht gezeigt, so Herrmann. Doch die Resonanz sowohl auf den digitalen Showroom als auch auf die neue Schöffel-App sei sehr positiv.

Sport Schuster stellt den Katalog ein

Sport Schuster-Geschäftsführer Rainer Angstl und sein Team diskutieren dieser Tage intensiv mit der Industrie über die neue Marketing-Strategie des Hauses. Denn die größte Herausforderung für Handel und Industrie werde in den nächsten Jahren sein, Frequenz in die Geschäfte zu bekommen. Auch in Top-Lagen wie in München am Marienplatz. „Die Markensichtbarkeit und die Umsetzung der Kampagnen ist für die Industrie das wertvollste, was ein Händler seinem Laden - einem Showroom - zu bieten hat.“

Für die Umsetzung werde das digitale Marketing eine ungleich höhere Bedeutung bekommen. Ebenso der eigene Content für die Kampagnenthemen der Industrie sowie Events, Aufbau von Communities in den verschiedenen Zielgruppen und die Pflege der Stammkunden. „In diesem Zusammenhang hat Schuster sich entschlossen, das 'starre' Medium der beiden 500-seitigen Saisonkataloge ab 2020 aufzugeben um mehr Flexibilität in den neuen 360 Grad Bespielungen zu bekommen.“ Keine leichte Entscheidung, wie Angstl betont, „nachdem der erste Schuster-Katalog 1914 mit sechs Seiten erschienen ist“. 

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