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Was läuft bei Intersport Voswinkel, Herr Neul?

"Zweistelliges Plus im Vergleich zu 2019"


Sport Voswinkel
Marcus Neul ist Geschäftsführer von Sport Voswinkel. Die Intersport-Tochter betreibt 52 Filialen und 1 Outlet.
Marcus Neul ist Geschäftsführer von Sport Voswinkel. Die Intersport-Tochter betreibt 52 Filialen und 1 Outlet.

Marcus Neul ist Geschäftsführer bei Voswinkel. Das Geschäft läuft gut in den 52 Filialen des Intersport-Händlers. Sehr gut sogar. Und so plant Neul das nächste Jahr ohne Corona und mit einem Plus.

TW: Wie lief das Geschäft in der KW 33 in den Voswinkel-Filialen?
Marcus Neul: Weiterhin sehr gut. Dieser Trend, den wir seit der Wiederöffnung der Läden vor zehn, elf Wochen verzeichnen, hält nach wie vor an. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir ein Plus von größer 20% erzielt.

Und im Vergleich zu 2019?
Auch da liegen wir zweistellig im Plus.

Voswinkel ist unter anderem in Centern vertreten. Wie läuft es dort? Kann man das pauschal überhaupt beantworten?
Viele sagen pauschal: Die Center sind tot. Das sehen wir nicht. Es gibt gute und weniger gute Center. Im Vergleich zum Vorjahr entwickeln sich die Centerlagen und die Fachmärkte, also unsere Stand alone-Stores, auf gleich gutem Niveau. Im Vergleich zu 2019 schneiden beide gut ab, die Fachmärkte allerdings jetzt etwas besser.

Welche Kategorien sind denn derzeit die Top-Performer?
Nach wie vor haben wir bei Outdoor einen sehr guten Lauf. Angeführt von Schuhen, gefolgt von Textilien. Gut zugelegt haben wir in der vergangenen Woche auch bei Bademode. Das war ja eine Kategorie, die 2020 sehr schwierig war. Bei Fitness und Training zieht das Geschäft jetzt auch wieder an. Running läuft positiv auf stabil hohem Niveau. Teamsport hat einen leichten Hänger.

Wie hat sich das Online-Business bei Ihnen entwickelt, seit die Läden wieder geöffnet sind? Bei welchem Anteil wird es sich nach einpendeln?
Der Online-Anteil ist bei uns jetzt wieder auf knapp 10% gesunken. Das ist deutlich mehr als vor Corona und für uns ein gesundes Niveau. Mittelfristig wird das Online-Geschäft allerdings stärker wachsen. Denn wir verkaufen über die Intersport-Plattform, die von Intersport noch stärker gepusht werden wird. Davon wird unser Online-Business profitieren.

Über welche Größenordnung sprechen Sie dann? Wäre ein Online-Anteil von 20 bis 30% realistisch?
Nein, das wäre zu viel. Das würde sich für uns nicht rechnen. Wir sind primär ein stationärer Händler. Und das bleiben wir auch.

Ihre stationäre Präsenz bauen Sie sogar wieder aus. Gerade erst hat Voswinkel die Sport Sperk-Filiale in Kassel übernommen. Wie läuft‘s?
Aktuell machen wir dort noch einen Räumungsverkauf unter dem Namen Sport Sperk, um dann im neuen Geschäftsjahr Anfang Oktober unter dem Namen Intersport zu starten.

Wie planen Sie das nächste Geschäftsjahr?
Ohne Corona und mit einem Plus. Für den Herbst stellt sich jetzt noch die Frage: Ist der Lauf, den wir aktuell haben, noch ein Nachholeffekt? Oder ist die außergewöhnlich gute Entwicklung Ergebnis eines nachhaltig gestiegenen Interesses der Menschen an Sport, Ernährung und Gesundheit?

Was glauben Sie?
Zwölf Wochen wären für einen Nachholeffekt ganz schön lang, oder? Ich hoffe, es ist ein Stück Bewusstseinsänderung.
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